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Von Grübeleien.

Lange ist’s her, dass ich einen richtigen Beitrag geschrieben habe, ich weiß. Das letzte Fachsemester (oh Schreck!) war in vollem Gange, dazu kommt zweimal die Woche die (unverändert chaotische) Arbeit an der Schule, und das, was das Leben eben sonst noch so mit sich bringt – Sport, soziale Kontakte, Netflix 😉 und Co. Aber jetzt gibt es mal wieder einen richtigen Anlass für einen Beitrag, denn ich bin ins Grübeln gekommen.

Es handelt sich um ein Grübeln, das ziemlich große Konsequenzen nach sich ziehen würde – es geht darum, wie mein weiterer Lebensweg aussehen wird. Bis vor kurzem war ich ziemlich sicher, dass ich mich nächstes Jahr von der Uni verabschieden und kurz darauf dem höllischen Ref widmen würde (nein, ich habe hierbei keinerlei Illusionen, dass das Ref „gar nicht so schlimm“ sein könnte). Das war der Plan. Eigentlich. 

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Von Aussichten und Optionen

Frau Henners Post bringt mich ins Grübeln. Nicht, weil ich vorher die Tendenzen nicht gekannt hätte oder gänzlich blauäugig damals ins Studium gestartet wäre, in der Annahme, dass Lehramt „ein sicherer Job“ sei, wie man das so oft außerhalb hört. Nein, das nicht. Ich wusste, dass es nicht rosig aussieht, schon gar nicht hier im Süden, ich wusste, dass es nicht einfach werden würde und dass man sich im Studium reinhängen muss (…obwohl ich Menschen, die im Studium 4 gewinnt spielen oder sich mit einer 2,7 zufrieden geben, sowieso noch nie verstanden habe, unabhängig von individuellen Jobaussichten). 

Nun sind das aber sehr genaue Zahlen, die Frau Henner da freundlicherweise zusammengestellt hat. Schwarz auf weiß, wie viele Bewerber es hier tatsächlich für wie viele Stellen gab und bis zu welcher Note eingestellt wurde. 936:80 (Deutsch) und 826:90 (Englisch) sind für mich da die relevanten Zahlen. Und die Durchschnittsnote 1,7 als Grenze.

Bisher war es immer so, dass ich die Hoffnung hatte, wenn man nur gut genug ist und das wirklich will, dann muss es schon irgendwie klappen. Auch in Süddeutschland. Aber so wirklich sicher bin ich mir da gerade nicht mehr. 1,7, das ist eine Zahl, die zumindest in unserer Prüfungsordnung ziemlich illusorisch ist. Ich bin ziemlich gut in der Uni, das kann ich schon sagen. Und trotzdem weiß ich, dass eine 1,7 als Durchschnitt aus erstem und zweitem Staatsexamen nahezu nicht machbar ist. Klar, man muss jetzt sehen, dass die diesjährigen Zahlen sich überwiegend auch noch auf das „alte“ Staatsexamen bezogen haben, denn von den Leuten, die jetzt auch mit dem Ref durch sind, werden nicht allzu viele erst nach 2009 gestartet sein. 

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