Schlagwort-Archive: Unterricht

Vom Kreidewerfen.

Man Darf den Lehrer nicht Mit Greide abwerfen weil wenn man das tun griegt man eine Stafarbeit wie dich deshalb darf man den Lehrer niemals mit Greide bewerfen und irgendwann ist die Greide alle und deshalb nicht. aber die Greide Kostet geld. und deshalb darf man es nicht und auch die Greide Macht weiße, Grüne, Gelbe und oder Rozane Flecken kommt drauf an: Welche Farbe die Greide hat sie kann Weiß, Grün, Braun, Schwarz, Pink, Rote, Orang, Blau, Liela, Gelb und Roza sein es dauert bis man alle Greide sorten wieder aufgehoben hat und manche zerbroseln die Greide und ist blöd für den Schüler der sie aufheben muss. Steine darf man auch nicht werfen den sie tun weh und machen Grüne, Blaue, Lielane und Rote Flecken Und irgendwan Gehn die steine aus und dan muss mann sie aufheben denn es gibt viele verschiedene Steine Wie die Kieselsteine granit gibs vulkangestein gebranten Stein natürlicherstein und so weiter. Und Jedes hat eine andere Farbe es gibt Schwarze Braune Weiße Graue Rote orangene Blaue Pinke Lielane und Grüne Steine und steine kosten eine Menge so ungefär fünf euro oder vier euro oder drei euro oder zwei euro oder ein euro oder fünfzig cent. Und Schneebälle darf man nicht werfen weil da Steine drin sein können und auf garkeinen fall die Gelben denn es gibt weiße und Gelbe die Gelben sind voller Ohrin weil entweder ein Hund oder ein Mensch reingepinkelt Hat das War meine Strafarbeit ich hoffe sie Hat euch gefallen.

(Lustiges Schularten- und Klassenstufenraten gestattet.)

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen…

Die Zwölfer diskutieren über Vorurteile, ethnische Vielfalt und Flüchtlinge.

Sven: „Und dann heißt es ja auch immer, dass Deutsche viel zu direkt wären und immer ihre Meinung raushauen müssen und so. Ich glaub‘, das ist voll übertrieben so. Soooo schlimm sind wir ja auch nicht!“ 

Lisa: „Über die Flüchtlinge haben ganz viele Leute ganz schlimme Vorurteile, also, dass die zum Beispiel alle deutschen Frauen vergewaltigen und so. Ich hab‘ da letztens so ’ne Diskussion auf Facebook gelesen, die war richtig schockierend. Da hat dann eine vom Planck-Gymnasium in [Nachbarort] geschrieben, dass sie sich jetzt nicht mehr trauen würde, mit ihrem Hund Gassi zu gehen, weil…“

Sven: „Ahh das hab ich auch gelesen, weil die Alte denkt, dass die Flüchtlinge sie dann direkt vergewaltigen und ihren Hund umbringen würden! Nee ey, nur weil so ’ne komische Rassistenbraut da meint Äh sorry, ich bin zu dumm, ähhhh zu ängstlich, um das Haus zu verlassen, haben die Leute jetzt wieder Vorurteile…“ 

Marion: „Ich will jetzt gar nicht auf die Flüchtlinge eingehen, ich glaube, da sind wir uns alle einig, dass das fremdenfeindlicher Blödsinn ist, der da verzapft wird. Aber das mit den Deutschen und der Direktheit stimmt ja schon.“

Sven: „Gar nicht! Mit Direktsein hat das gar nichts zu tun! Aber dass die nur  unreflektierten Schwachsinn labern und andere Leute mit ihrer Dummheit anstecken, wird man ja wohl noch sagen dürfen…“



Das ist ein total toller, aufgeschlossener und toleranter Kurs, dessen Teilnehmer das Herz am rechten Fleck haben. Aber wie man auf die Idee kommen könnte, dass wir (auch Sven 😉 ) direkt sein könnten, hm, das weiß ich auch nicht so genau… 😉

Shorty: Ain’t no bitch around here anymore

Englisch, Klasse 9.

„…and then the dog disappears. She’s just not there anymore in the morning.“

Herr P.: „She? Is she a bitch?

*allgemeines Gelächter*

„I’m serious, guys. A bitch is a female dog.“

*schreibt an*: One morning, Bill’s…

„I’m really tempted to write ‚One morning, Bill’s bitch had mysteriously disappeared.‘ on the board now. I’m not sure your parents would approve though…“

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Eigentlich wollte ich dazu ja gar nichts auf meinem Blog schreiben.

Nicht wollen, das kam so ein bisschen auch von nicht können. Jedenfalls konnte ich in den letzten 2,5 Tagen wahrlich nichts dahingehend zu Papier bringen. Und nun gibt es auch noch Anlässe zum Aufregen. Wie schrecklich im Allgemeinen und respektlos den Opfern gegenüber mir das erscheint, spielt dabei sicherlich eine große Rolle.

Zunächt einmal: Am Wochenende habe ich mich gefragt, was ich dazu hätte sagen sollen. Es kam mir so vor, als würde ja schon überall alles gesagt werden, was gesagt werden muss. Nous sommes unis, je suis Paris, ja, das alles, sicherlich. (Pray for Paris vielleicht nicht, denn damit kann ich persönlich nicht viel anfangen.) Auch, wenn mein eigenes Profil aus Respekt vor den anderen Nationen, die ähnlich Schreckliches durchmachen, nicht in den Farben der Tricolore erscheint, hat es mich unfassbar bewegt, wie die Welt plötzlich blau-weiß-rot wurde – auch die Wahrzeichen unserer nicht allzu großen Stadt. Aber all das bloggen und so stehen lassen? Naja, danach war mir ehrlich gesagt nicht zumute.

Zur Vorbemerkung:
Ich ordne die Geschehnisse sowie die Gedanken/Emotionen dazu hier chronologisch an. Hinaus will ich letztlich vor allem auf das, was unter „Sonntagabend“ und „Montag“ fällt. Aber nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich mich auch nicht zurückhalten, auch den Rest meines Wochenendes etwas zu beschreiben…

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Schulpraxisssemester: Eine Zwischenbilanz

Die Hälfte des Praxissemesters ist jetzt vorbei, und damit wird es auch Zeit für eine Zwischenbilanz.

Meine Pflichtstunden habe ich fast alle in dieser ersten Hälfte absolviert. Ich habe gut 2/3 der Stunden, die ich selbst unterrichten muss (30), bereits vor den Ferien gehalten, und liege auch mit den Hospitationsstunden (100) mehr als gut in der Zeit. 

Nach sieben Schulwochen und gut 20 selbstgeplanten und -gehaltenen Stunden kann ich also festhalten:
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Shorty: Scio nescio.

„Can I ask it in German?“

„No, Manuel. Try English first!“

„…but… I caaaan’t…“

„Which word are you lacking? You can ask me for the word you need, and then you can ask the question in English…“

„… but… but I don’t know!“

„Which word do you need?“

„I don’t know!“

„Well, which German word is it that you don’t know in English?“

with a lot of despair in his voice:
„I DON’T KNOW WHAT WHICH WORD I DON’T KNOW!“

Von (kleinen und großen) Erfolgen.

Englischunterricht stört mich dann, wenn sich zu viel Deutsch darin findet.
Und so geht es mir über lange Zeit in meiner sechsten Klasse, in der mein Betreuungslehrer entweder selbst Vieles auf Deutsch sagt, oder einiges zweisprachig macht: Die Anweisung wird zuerst auf Englisch, dann auf Deutsch gegeben. Auch bei ganz gängigen Dingen, die im Schulkontext ständig vorkommen – Schlagt das Buch auf Seite 113 auf – einhundertdreizehn!, Schreibt das von der Tafel ab!, Versuch mal, das auf Englisch zu sagen!, Das hat Manuel vorhin schon gesagt! […] 

Ganz gerade heraus: Das verstehe ich nicht. Deutsch im Fremdsprachenunterricht ist für mich nur da sinnvoll, wo es um kompliziertere Sachverhalte/Erklärungen geht, wie jetzt z.B. ein neues grammatikalisches Phänomen, bei dem man sicherstellen muss, dass das auch wirklich der letzte Schluri kapiert. Aber Sätze, die immer und immer wieder fallen, und die für eine sechste Klasse nicht unsagbar kompliziert sind – die muss man nicht auf Deutsch sagen. Außerdem kann man so viel über Gestik und/oder Zeichnungen machen, oder Dinge so einfach erklären, dass die Kinder das auch in der Fremdsprache verstehen – zumindest, wenn sie schon in der Grundschule Englisch hatten und auch am Gymnasium schon ein „intensives“ (5 Stunden pro Woche) Lernjahr hinter sich haben.  Weiterlesen