Schlagwort-Archive: Uni

Von (kreativen) Pausen.

Ja, ich weiß, es ist still geworden hier. Und das tut mir auch ein wenig leid, denn ich habe meinen Blog und meine feinen Leser nicht vergessen, und immer mal wieder gegrübelt, ob bzw. was ich denn bloggen könnte.

Schlicht und ergreifend war kaum Zeit, bzw. wenn Zeit war, dann war die kreative Luft raus. Ganz einfach deshalb, weil ich meine ganze Kreativität (na, nicht nur, denn es ist schon auch was Wissenschaftliches geworden ;)) auf meine Zulassungsarbeit verwendet habe – das ist das, was man im Lehramt vorm Staatsexamen so schreibt, vergleichbar mit Magister- bzw. Masterarbeit (auch wenn das nicht absolut alle Menschen so sehen, es ist aber so – und wenn man meinen Zorn nicht auf sich ziehen will, möge man das einfach so akzeptieren! :D)
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Von Grübeleien.

Lange ist’s her, dass ich einen richtigen Beitrag geschrieben habe, ich weiß. Das letzte Fachsemester (oh Schreck!) war in vollem Gange, dazu kommt zweimal die Woche die (unverändert chaotische) Arbeit an der Schule, und das, was das Leben eben sonst noch so mit sich bringt – Sport, soziale Kontakte, Netflix 😉 und Co. Aber jetzt gibt es mal wieder einen richtigen Anlass für einen Beitrag, denn ich bin ins Grübeln gekommen.

Es handelt sich um ein Grübeln, das ziemlich große Konsequenzen nach sich ziehen würde – es geht darum, wie mein weiterer Lebensweg aussehen wird. Bis vor kurzem war ich ziemlich sicher, dass ich mich nächstes Jahr von der Uni verabschieden und kurz darauf dem höllischen Ref widmen würde (nein, ich habe hierbei keinerlei Illusionen, dass das Ref „gar nicht so schlimm“ sein könnte). Das war der Plan. Eigentlich. 

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Von Aussichten und Optionen

Frau Henners Post bringt mich ins Grübeln. Nicht, weil ich vorher die Tendenzen nicht gekannt hätte oder gänzlich blauäugig damals ins Studium gestartet wäre, in der Annahme, dass Lehramt „ein sicherer Job“ sei, wie man das so oft außerhalb hört. Nein, das nicht. Ich wusste, dass es nicht rosig aussieht, schon gar nicht hier im Süden, ich wusste, dass es nicht einfach werden würde und dass man sich im Studium reinhängen muss (…obwohl ich Menschen, die im Studium 4 gewinnt spielen oder sich mit einer 2,7 zufrieden geben, sowieso noch nie verstanden habe, unabhängig von individuellen Jobaussichten). 

Nun sind das aber sehr genaue Zahlen, die Frau Henner da freundlicherweise zusammengestellt hat. Schwarz auf weiß, wie viele Bewerber es hier tatsächlich für wie viele Stellen gab und bis zu welcher Note eingestellt wurde. 936:80 (Deutsch) und 826:90 (Englisch) sind für mich da die relevanten Zahlen. Und die Durchschnittsnote 1,7 als Grenze.

Bisher war es immer so, dass ich die Hoffnung hatte, wenn man nur gut genug ist und das wirklich will, dann muss es schon irgendwie klappen. Auch in Süddeutschland. Aber so wirklich sicher bin ich mir da gerade nicht mehr. 1,7, das ist eine Zahl, die zumindest in unserer Prüfungsordnung ziemlich illusorisch ist. Ich bin ziemlich gut in der Uni, das kann ich schon sagen. Und trotzdem weiß ich, dass eine 1,7 als Durchschnitt aus erstem und zweitem Staatsexamen nahezu nicht machbar ist. Klar, man muss jetzt sehen, dass die diesjährigen Zahlen sich überwiegend auch noch auf das „alte“ Staatsexamen bezogen haben, denn von den Leuten, die jetzt auch mit dem Ref durch sind, werden nicht allzu viele erst nach 2009 gestartet sein. 

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Von der nächsten Runde

Bald geht es wieder los: Die Schulsommerferien neigen sich dem Ende zu, und die vorlesungsfreie Zeit rennt gleich hinterher.

Gerade befinde ich mich im Endspurt der letzten Hausarbeit meines Lebens [insert ‚Jubelgeschrei‘], das Äquivalent zur Master-Arbeit mal ausgenommen, was sich unglaublich gut und trotzdem doch auch ein bisschen komisch anfühlt. Die letzte Hausarbeit, nach raschem Durchzählen übrigens Nummer 18. Ich war wahrlich nie ein Freund davon, obgleich es sich, wenn man erst mal im Schreiben drin war, gar nicht mehr so schrecklich anfühlte. Eine Hausarbeit bringt doch immer einen unglaublichen Berg an Recherche-, Sortierungs- und Schreibarbeit mit sich. Und mir persönlich geht das wissenschaftliche Arbeiten ja mehr auf die Nerven als alles andere, weil der Eigenanteil, den man leisten darf, doch ziemlich gering ist und man sich überwiegend damit befassen darf, gefühlt hunderte Exemplare von Sekundärliteratur zu wälzen und die Meinungen irgendwelcher großen Namen zusammenzutragen und irgendwie so hinzubasteln, dass es auf 15, 20 oder 25 Seiten Sinn ergibt. Die selbstständige Analyse und Interpretation literarischer Texte, die mir in der Schule so viel Freude bereitet hat, findet an der Uni einfach kaum ihren Platz. Schade, das.
Andererseits stellt die letzte Hausarbeit auch irgendwie ein Signal dar, dass sich das Studium wirklich dem Ende zuneigt. Und dabei ist es doch gefühlt erst zwei Semesterchen her, dass ich mich an der großen Uni zurechtfinden musste, hektisch Räume gesucht habe (ok, je nachdem, an welchem dubiosen Ende der Welt des Campus sich so ein Raum befindet, kann das auch nach mehreren Jahren noch vorkommen) und mich von der schier nie enden wollenden Prüfungsordnung einschüchtern lassen habe. Irgendwie seltsam.

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Warum unser Studiengang einfach unverschämt ist…

Nachdem ich mich hier schon mal nach bestem Wissen und Gewissen und in aller Ausführlichkeit über das ätzende Staatsexamen ausgelassen habe, kommt hier noch mal ein Punkt dazu:

Seit geraumer Zeit versuche ich, meinen letzten Schein in einem Modul bei einem Dozenten machen zu können, der mich wenigstens dann auch prüfen darf. Die anderen Scheine habe ich im Laufe des Studiums nämlich bei irgendwem erworben, teilweise, weil ich das mit der Prüferknappheit noch nicht wusste, teilweise, weil ich nicht ewig alle Scheine rausschieben kann, bis den Herrschaften mal einfällt, dass sie auch ein Seminar anbieten könnten. 

Nachdem ich also auch dieses Semester nicht meinen Schein in der Disziplin erwerben konnte und das neue Vorlesungsverzeichnis schon „vorläufig“ steht, ist mir die Hutschnur geplatzt: 9 Parallelseminare, aber null prüfungsberechtigte Dozenten, die diese anbieten. (Mind you, selbstverständlich sind die Herrschaften, die brav Seminare anbieten, prüfungsberechtigt. Für Bachelor-Menschen. Für Master-Menschen. Quasi für alle, nur nicht fürs Examen, weil da das Landeslehrerprüfungsamt seine Finger im Spiel hat und ziemlich geizig ist mit Prüfungsberechtigungen: Fününününüh, aber ohne einen Professor, der Ihren Namen schmückt, können Sie ja wohl nicht die zukünftigen armen Säue Referendare unseres „wir sind fast die Elite Deutschlands“-Bundeslandes prüfen, wo kämen wir denn da hin!)

Jetzt gibt’s erst mal eine gesammelte Beschwerdemail an den obersten Verantwortlichen des Fachbereichs. Kann ja nicht sein, hier. 

Shorty: Kommilitonen und Facebook, die xte

Huuuuhu an alleeee, die [KURS] bei [DOZENT] am DONNERSTAG besucht haben. Gibt es was Neues bezüglich dem Essay des Essays? Daaaaaaankeee :-* ❤ ❤

Also, das einzig Wichtige ist eigentlich nur, dass er die Deadline auf die Woche drauf verschoben hat.

Wie jetzt, DEADLINE?!?!?!?!?!?!?!?! :O 

Von Gruppenreferaten.

Ach, ich weiß nicht, wieso das so ist, aber es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass das Leid von Gruppenreferaten kein Ende nimmt, und es nie auch einfach mal problemlos ablaufen kann. 

Ich bin vermutlich auch einfach nicht für Gruppenarbeiten gemacht. Meistens sind meine Ansprüche an die Note höher; wenn meine Mitreferenten schon die Einstellung haben, dass „alles easy ist, weil die Dozentin schon eher gute Noten vergibt, also so 2,3 oder so“, kriege ich die Krise. Im Fall der Sprachwissenschaft ist in der Regel auch mein Fachinteresse ein viel größeres („äääähm wie jetzt, du hast dir einfach mal das Lehrbuch gekauft? Und was meinst du damit, du hast auch die Studie gelesen?! Oh mein Goooott, voll Streber, chill doch mal!“), damit einhergehend ist – Obacht, ein Anflug von Arroganz könnte spürbar werden – meine Fachkompetenz in der Regel auch einfach etwas besser ausgeprägt. All diese Faktoren führen dazu, dass ich gerne das „Alphatier“ bin, das schon eine Vorstellung davon hat, wie es laufen sollte. Naja. Und ja: An der Uni ist das alles mindestens genau so schlimm wie in der Schule!

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