Schlagwort-Archive: traurig

Von (kreativen) Pausen.

Ja, ich weiß, es ist still geworden hier. Und das tut mir auch ein wenig leid, denn ich habe meinen Blog und meine feinen Leser nicht vergessen, und immer mal wieder gegrübelt, ob bzw. was ich denn bloggen könnte.

Schlicht und ergreifend war kaum Zeit, bzw. wenn Zeit war, dann war die kreative Luft raus. Ganz einfach deshalb, weil ich meine ganze Kreativität (na, nicht nur, denn es ist schon auch was Wissenschaftliches geworden ;)) auf meine Zulassungsarbeit verwendet habe – das ist das, was man im Lehramt vorm Staatsexamen so schreibt, vergleichbar mit Magister- bzw. Masterarbeit (auch wenn das nicht absolut alle Menschen so sehen, es ist aber so – und wenn man meinen Zorn nicht auf sich ziehen will, möge man das einfach so akzeptieren! :D)
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You never walk alone?

Ich bin heute Abend nicht viel weniger fassungslos als ich es heute Morgen war, als ich aufwachte, auf meinem Smartphone etwas las von „knappe Entscheidung“, klar mit einem knappen „Remain“ gerechnet hatte und aus allen Wolken gefallen war.

Ziemlich genau ein Jahr, nachdem ich das Vereinigte Königreich verlassen habe, hat das Vereinigte Königreich jetzt uns verlassen. Oder zumindest dafür gestimmt, möglichst bald „AdiEU“ zu sagen. Ich kann es wirklich nicht glauben und bin gleichzeitig wütend und traurig. Und ich fühle mit all meinen britischen Freunden, die das definitiv verhindern wollten und heute Morgen Dinge wie „Please stop the world – I want to get off“ und „I’ve never been more ashamed of being British than I am today“ gepostet haben. 

So viel zu you never walk alone und europäischen Werten. Wie irgendein Mensch im Internet zynisch von sich gab: „Wer hätte gedacht, dass die Briten länger in der EM bleiben würden als in der EU?“ Wenn das mal nicht auch das Ende des großen, Vereinigten Königreichs bedeutet (die Schotten haben’s ja schon vorher angekündigt, dass es Konsequenzen haben wird, und die Nordiren haben auch klar für ein Verbleiben in der EU gestimmt). 

Mir fällt dazu nicht mehr viel ein. Great Britan isn’t really that great anymore.
Oder wie J.K. Rowling es formulierte:

Bildschirmfoto 2016-06-24 um 23.06.03

Tja. Da bleibt uns wohl nicht mehr viel übrig, als unserem Auswärtigen Amt in den Pub zu folgen…

Bildschirmfoto 2016-06-24 um 23.06.18

Von Chancengleichheit, Fairness und anderen Märchen

Nachdem ich diese Woche bereits in der Schule eine Praktikantin zugeteilt bekommen habe (jaaa, ich weiß auch nicht, wie die Schule dazu kommt, mir, die ich selbst noch Studentin bin, eine Erstsemester-Praktikantin zu schicken, aber okay!), kam heute schon wieder eine Praktikantin dazu – dieses Mal in der Hausaufgabenhilfe.

Zunächst war ich etwas irritiert, als mein Chef sie als Praktikantin vorstellte – einfach, weil man sich unter „Praktikant“ selten jemanden vorstellt, der in etwa 10 Jahre älter ist als man selbst. Der erste Schluss, den ich gezogen habe: Die Frau war vorher schon was mit Sozialpädagogik und bildet sich nun mit einem Studium weiter, oder sie war vorher was ganz Anderes und will sich jetzt umorientieren. Oder so.

Im Laufe der drei Stunden stellte sich heraus, dass ich mit ersterem gar nicht sooo falsch lag, dahinter aber eine weitaus traurigere Geschichte steckt, als ich zunächst vermutete…

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