Schlagwort-Archive: Stress

Von Aussichten und Optionen

Frau Henners Post bringt mich ins Grübeln. Nicht, weil ich vorher die Tendenzen nicht gekannt hätte oder gänzlich blauäugig damals ins Studium gestartet wäre, in der Annahme, dass Lehramt „ein sicherer Job“ sei, wie man das so oft außerhalb hört. Nein, das nicht. Ich wusste, dass es nicht rosig aussieht, schon gar nicht hier im Süden, ich wusste, dass es nicht einfach werden würde und dass man sich im Studium reinhängen muss (…obwohl ich Menschen, die im Studium 4 gewinnt spielen oder sich mit einer 2,7 zufrieden geben, sowieso noch nie verstanden habe, unabhängig von individuellen Jobaussichten). 

Nun sind das aber sehr genaue Zahlen, die Frau Henner da freundlicherweise zusammengestellt hat. Schwarz auf weiß, wie viele Bewerber es hier tatsächlich für wie viele Stellen gab und bis zu welcher Note eingestellt wurde. 936:80 (Deutsch) und 826:90 (Englisch) sind für mich da die relevanten Zahlen. Und die Durchschnittsnote 1,7 als Grenze.

Bisher war es immer so, dass ich die Hoffnung hatte, wenn man nur gut genug ist und das wirklich will, dann muss es schon irgendwie klappen. Auch in Süddeutschland. Aber so wirklich sicher bin ich mir da gerade nicht mehr. 1,7, das ist eine Zahl, die zumindest in unserer Prüfungsordnung ziemlich illusorisch ist. Ich bin ziemlich gut in der Uni, das kann ich schon sagen. Und trotzdem weiß ich, dass eine 1,7 als Durchschnitt aus erstem und zweitem Staatsexamen nahezu nicht machbar ist. Klar, man muss jetzt sehen, dass die diesjährigen Zahlen sich überwiegend auch noch auf das „alte“ Staatsexamen bezogen haben, denn von den Leuten, die jetzt auch mit dem Ref durch sind, werden nicht allzu viele erst nach 2009 gestartet sein. 

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Aus der Versenkung.

Puh, es tut mir leid, aber ich habe tatsächlich derzeit nicht wirklich was zu berichten. Ein bisschen doof fühle ich mich schon, war ich doch letztes Jahr um diese Zeit auch komplett aus der Bloggersphäre verschwunden, weil ich da gerade im Ausland the time of my life erlebt habe und so.

In diesem Jahr sieht das alles ein bisschen anders und weniger erfreulich aus. Stress, weil die (nicht ganz) letzten (…aber doch an einer Hand abzählbaren) Scheine in der Uni erworben werden wollen, was wie immer mit diversen drölfzig Präsentationen, Essays, Protokollen und furchtbar unkooperativen Gruppenarbeiten einhergeht, nebenbei Geld verdient werden will, das dann in diversen Autowerkstätten wieder rausgeworfen werden muss… und so weiter und so fort. Der ganz normale Wahnsinn eben. Dazu ist gerade privat ziemlich was los, ein Chaos, das sich über Monate angebahnt hat und irgendwann auch mal ein Ventil finden musste. Seit gestern ist jetzt glücklicherweise mehr oder minder klar, dass die „große Katastrophe“ (ja, ich neige zu Theatralik, und nein, das finden Beteiligte in der Regel auch nicht cool) doch noch abgewendet werden konnte, aber so richtig wieder auf dem Damm bin ich dann doch nicht.

Deshalb tut es mir leid, aber hier – und auch auf euren Blogs, denn ich bin derzeit auch nur selten am Lesen/Kommentieren – ist es aus diesen Gründen derzeit von meiner Seite aus ziemlich ruhig. 

Ich werde aber schon wieder aus der Versenkung auftauchen. Versprochen. 

Jahresauftakt: Liebster Award

First things first: Frohes neues Jahr, happy new year, bonne année! 🙂 

Pi-Er war direkt mal wieder fleißig und hat schon ein Stöckchen beantwortet, das er mir danach dankbarerweise zugeworfen hat – mein quasi einziger Neujahresvorsatz (ich bin ja kein Mensch für sowas!) war es ja, wieder mehr zu bloggen. 😉 

Also mal wieder ein Liebster Award, um mal wieder weniger über Schule/Uni und mehr über die Tinalise zu erfahren. :mrgreen: Na, wer Lust drauf hat, darf gerne weiterlesen!

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Von Jahresabschlüssen.

So, ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende…

Zugegebenermaßen, allzu viel gebloggt habe ich nicht, weil ich mehr in der „echten“ Welt abhing bzw. oft auch einfach gar nichts zu verbloggen hatte. 😉
Die erste Hälfte des Jahres verbrachte ich im Ausland, was wahrlich „die beste Zeit meines Lebens“ bisher war, und die zweite Hälfte versank ich so im Praxissemesterstress, dass ich wirklich so gut wie gar nicht zum Bloggen kam (hallo, ihr Referendariatsblogger – WIE macht ihr das?!).

Umso mehr freut es mich, dass mir doch einige Follower treu geblieben sind, auch wenn hier nicht so viel los war. Dankeschön! 🙂 

Hier gibt es noch den (etwas bescheidenen, aber trotzdem netten ;)) Jahresrückblick von WordPress.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Auf dass wir uns 2016 wiedersehen, dann hoffentlich auch wieder mit mehr Beiträgen! 

Schulpraxisssemester: Eine Zwischenbilanz

Die Hälfte des Praxissemesters ist jetzt vorbei, und damit wird es auch Zeit für eine Zwischenbilanz.

Meine Pflichtstunden habe ich fast alle in dieser ersten Hälfte absolviert. Ich habe gut 2/3 der Stunden, die ich selbst unterrichten muss (30), bereits vor den Ferien gehalten, und liege auch mit den Hospitationsstunden (100) mehr als gut in der Zeit. 

Nach sieben Schulwochen und gut 20 selbstgeplanten und -gehaltenen Stunden kann ich also festhalten:
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Von (Bruchrechnen und) Elternabenden I

So ein Elternabend, der ist lustig… denn da wird einem einiges geboten, von „aah, das ist auf jeden Fall der Vater von Lucas“, über „What?! DAS ist die Mutter von Chiara? Aber… das Mädchen ist doch eigentlich voll lieb die ist ja irgendwie ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hätte“ bis hin zu „oh Gott, sicher, dass das hier der Elternabend ist?! Und wieso verhalten die sich dann trotzdem wie… naja, wie ihre Kinder halt?!“ 

Und so weiter und so fort. Und wenn man Pech hat, dann kommt nach bereits 90 minütiger Diskussion tatsächlich der Moment, in dem man sich wieder um 12 Stunden zurückversetzt fühlt und denkt, es hätte gerade zur 3. Stunde geläutet, denn…
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