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Schulpraxisssemester: Eine Zwischenbilanz

Die Hälfte des Praxissemesters ist jetzt vorbei, und damit wird es auch Zeit für eine Zwischenbilanz.

Meine Pflichtstunden habe ich fast alle in dieser ersten Hälfte absolviert. Ich habe gut 2/3 der Stunden, die ich selbst unterrichten muss (30), bereits vor den Ferien gehalten, und liege auch mit den Hospitationsstunden (100) mehr als gut in der Zeit. 

Nach sieben Schulwochen und gut 20 selbstgeplanten und -gehaltenen Stunden kann ich also festhalten:
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Läuft!

Ach, wie herrlich das Leben sein kann, wenn einfach mal alles läuft.

Das Auslandssemester ist – wie im letzten Beitrag wohl gut rausgekommen ist – perfekt; bis auf ein paar kleinere Ärgerlichkeiten, an denen allerdings die Heimuni Schuld trägt, gibt es keine Mäkel.

Dazu kommt, dass die Tinalise heute endlich die Erleichterung des Jahres erfahren hat: Das Schulpraxissemester wird sie nicht zu einem Umzug zwingen, sondern ganz einfach in der Nähe stattfinden – und das auch noch am allgemeinbildenden Gymnasium, also alles erste Wahl. YAY! 

Zusätzlich kam auch noch der Heimuni-Dozent in die Pötte und dachte sich nach etwas mehr als drei Monaten mal, er könnte ja doch mal die Hausarbeit korrigieren – und diese zwei Drittelnoten höher ansetzen, als die Tinalise erwartet hätte.

So, das wären ja eigentlich mal genug positive Neuigkeiten, oder… sollte ich doch noch erwähnen, dass in Großbritannien auch immer noch die Sonne scheint und T-Shirt Wetter herrscht? 😉

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Geschafft!

Das Jahr 2014 wäre dann somit auch wieder abgehakt. So richtig viel passiert ist bei mir ehrlich gesagt nicht, also keine weltbewegenden Ereignisse – aber das muss ja auch nicht immer sein. 😉

Seit März blogge ich hier wieder – und es macht unfassbar viel Spaß! Ich liebe dieses Medium, weil es so schön ist, die schönen bzw. amüsanten Momente des Alltags teilen zu können; es hat aber auch einen leichten Touch von therapeutischem Nebeneffekt und Verarbeitung der weniger schönen Erlebnisse. Außerdem mag ich das Potential zur Selbstreflexion hier sehr, das nicht zuletzt auch durch eure Anregungen und Kommentare zustande kommt! 🙂 Weiterlesen

Wieder selig…

… mit mir selbst, den Schülern, meiner Berufswahl und überhaupt. Vielleicht hat die Weihnachtszeit ja doch was Magisches an sich? 😉

Zu Beginn der Woche war ich, um ehrlich zu sein, total gefrustet. Nichts wollte klappen, und vor allen Dingen weiß ich nicht, was meine Klassen geritten hatte, aber sie waren alle geschlossen schrecklich nahezu unerträglich.

Ich habe schon öfter davon berichtet, wie schwierig es ist, wenn man keine richtige Handhabe hat, weil sämtliche legalen Sanktionsmaßnahmen den meisten Kindern schnurzpiepegal sind und man somit zwangsläufig die meisten Machtkämpfe verliert. Weiterlesen

Lichtblicke und sowas

Vor ein paar Wochen habe ich im Förderunterricht das erlebt, was man im Allgemeinen als „Lichtblick“ bezeichnet. Vielleicht sollte ich eher sagen: Ich durfte so einen Moment bzw. solche Momente erleben. Ist nämlich was verdammt Kostbares, das. Hab‘ ich auch direkt ins Denkarium abgelegt und werd’s mir hoffentlich ganz doll lange als guten Moment in Erinnerung behalten.

Nämlich, das war so:
Im Förderunterricht für die 7.Klässler befinden sich normalerweise 12 hochpubertäre Kindlein (11 Jungs, 1 Mädel + 1 Mädel, das freiwillig teilnimmt, warum auch immer, aber stören tut’s mich natürlich nicht). Also eigentlich 13, offiziell aber eben 12.
Von diesen 12 (13) Kindlein tauchen meistens so an die 8 auf (so ist das nämlich, wenn die Kindlein von den Kollegen erzählt bekommen, dass sie nicht zum Förderunterricht müssen, wenn sie doch noch Hausaufgaben bis zum folgenden Tag aufhaben oder gaaaaaaanz doll dringend für die Arbeit in Fach xy lernen müssen, und überhaupt. Und dann ist das Geschrei natürlich immer groß: „Aber Frau Studi, ich muss noch sooooooooooo viel machen. Ich hab‘ noch Englisch, Erdkunde, Kunst, Bio, Mathe… ALLES einfach!“ [Anm.: Würde ich mit der Geschwindigkeit „30 Minuten -> 1 Satz“ arbeiten, würde ich auch niemalsnie fertig werden *Augenroll*. Aber gut.]).
Also, 8-9 Kindlein eben. Welch entzückende Zahl! Damit kann man ja hervorragend arbeiten!, denken jetzt alle. Ja, im Grunde schon. Blöd nur, wenn die Förderkids aber fast ausschließlich aus Klassenclowns, hochpubertären Machos („Eh Frau Studi, Sie sin‘ schon voll korrekt gell, aba… Sie sind halt ’ne Frau, wissen Se?!“) und „Alda, sind wir hier, weil wir die Ausländer sind, oda was?! Voll rassismusisch von den Deutschlehrern, Frau Studi, ’schwör. Aber hehehe, also, die Assis sin‘ wir halt schon.“ [Anm: Dies ist ein unverändertes Originalzitat von Mohammed, keine Formulierung oder Meinung von mir] bestehen *seufz*. Ehrlich, ich hab‘ schon mit Klassen mit so 27-28 Kindlein gearbeitet, die einfacher zu handlen (oder ist das irgendwie eingedeutscht? Händeln? hmpfz!) waren. Ich mag die Kids aber. Wirklich! Überwiegend. Meistens. Ok, ich bin auch nur ein Mensch und ich muss zugeben, dass mir eine (!) von denen wirklich megamäßig auf die Nerven geht. Megamäßigst. Superlativischst.

Vor ein paar Wochen, als nun besagter Lichtblick stattfand, hatten wir den absoluten Teilnahme-Tiefpunkt erreicht: 2 Kindlein (Jungs, versteht sich) erschienen. Neben den üblichen „Ahhh Frau Studi, ich hab‘ soooooo viel zu tun, und wir schreiben doch noch trölfzig Tests und die nächsten zwei Tage sind fünfedausend Klassenarbeiten, und Ü-BER-HAUPT, und die Frau M. hat doch gesagt, wir müssen dann net Förder gehen!“ waren die Kindlein aus der C-HordeKlasse nämlich im Schullandheim (oder Landschulheim?! Ich hab‘ mich schon immer gefragt, wie das jetzt eigentlich richtig heißt. Oder geht beides? Die essentiellen Fragen des Lebens! :D). Weiterlesen