Schlagwort-Archive: Motivation

Philipp und die Ränässooos.

Neulich in der Einführungsstunde zum Fach Geschichte in der Unterstufe.

Es ist nicht nur die erste Geschichtsstunde des Schuljahres, sondern die erste im Leben der Kinderlein überhaupt. Juhu, ein neues Fach! Cool! Aufregend! 

Die Kinder sind alle neugierig und gespannt, und Philipp ganz besonders. Er weiß nämlich schon was über Geschichte. Er kennt ein ganz wichtiges Wort, das eine ganz wichtige Epoche kennzeichnet, und dies muss er auch ungefähr 3512412 zwölf Mal in der Stunde anbringen. Philipp kennt nämlich schon das ganz schwere, komplizierte Wort Renaissance Ränässooos.

Aber von Anfang an.
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Prägende Vorbilder und Faszination Sprache.

Nun, Bob Blume hat zu einer Blogparade zum Thema Lernlust aufgerufen, über die ich eine Weile nachgedacht und meine Schulzeit, aber auch mein Studium ein bisschen reflektiert habe. 

Was war es, das bei mir die Lernlust entfacht hat, das mich dazu gebracht hat, mich immer weiter mit einem Thema zu beschäftigen, bis ich es (zumindest ansatzweise) durchdrungen habe?
Die Antwort, die mir zuerst in den Sinn kam: Die Lehrperson, das Vorbild.

Meine größte Leidenschaft gilt den Sprachen, insbesondere der englischen. Und das ist schon sehr lange so, nämlich irgendwie schon seit ich mich zurückerinnern kann an die Anfänge des Fremdsprachenlernens, Klasse 5.
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Francesco, mein Held… oder so

In der Hausaufgabenhilfe, in der ich arbeite, befinden sich fast ausschließlich Schüler, die darum bemüht sind, ihren Hauptschulabschluss zu bekommen. Naja. In einigen Fällen sind wohl eher die Eltern darum bemüht, dass ihre Kinder den Hauptschulabschluss bekommen. Seufz.

Ali, Francesco, Giuseppe und Fatih bilden eine Vierergruppe. Die Jungs sind schon seit vielen Jahren in der Hausaufgabenhilfe und inzwischen alle sogar dabei, ihre mittlere Reife zu absolvieren. Sie strengen sich auch alle vier wirklich an und ich arbeite sehr, sehr gern mit ihnen. Alles liebe Kerle, die inzwischen begriffen haben, dass sie das alles nur für sich und für niemanden sonst auf der Welt machen.

Francesco ist der Beste unter den vier Jungs (oder allgemein unter allen Kids, die ich dort betreue). Er gibt sich unglaublich viel Mühe, macht seine Hausaufgaben von sich aus und ohne zu murren, fragt ständig dies und jenes nach und gibt stets sein Bestes. Kurzum: Er ist richtig motiviert, einen guten Abschluss hinzulegen. Und das liegt daran, dass Francesco Pläne hat. Er hat sich die letzen Jahre durch’s Schulsystem gekämpft, über die Hauptschule auf die Realschule, und jetzt plant er den Übergang ans Gymnasium. Ich hab‘ den Kleinen Großen richtig ins Herz geschlossen und unterstütze ihn und versuche ihm zu helfen, wo ich kann.

So kommt er beispielsweise immer zu mir, wenn er irgendwas für Englisch oder Deutsch gemacht hat, sodass ich es korrigieren kann oder, im Falle der Textproduktion, ihm Rückmeldung dazu gebe, wie gelungen ich seinen Text finde und was er besser machen könnte. Außerdem kam er letztens ganz schüchtern mit seinem Anmeldebogen für’s Gymnasium zu mir. Weiterlesen

Meine Motivation rennt mit einem Cocktail über die Wiese… oder so

Weil die Widerspenstige mich mit ihrem Blogeintrag letztens aus der schönen Bloggersphäre pflichtbewusst zurück in die Bibliothek geprügelt getrieben hat, dachte ich, es wäre vielleicht als selbstmotivationaler Faktor ganz nett, meine „Ferien“-To Do-Liste auch mal auf den Blog zu hauen, alles, was „done“ ist, durchzustreichen und mich somit an meiner glanzvollen, naja, geht so Arbeitshaltung zu… erfreuen. Yay!

 

  • massenhaft Zeit in Literaturrecherche für die ungeliebte Hausarbeit stecken
  • in der Bib gefühlt einziehen (Arbeitsatmosphäre und sowas)
  • das Zitate-, Paraphrasierungs- und Stichwortechaos ordnen 
  • die Stichworte sinnhaft und übersichtlich zusammentragen (so halb done!)
  • eine sinnvolle, möglichst akademisch hochwertig klingende Gliederung erstellen
  • die Hausarbeit (Thema + Gliederung) ganz ehrfürchtig beim Dozenten anmelden
  • sich unfassbar freuen, dass der Dozent das Thema angenommen hat (dummerweise nicht done, da noch keine Rückmeldung…)
  • die elende Hausarbeit endlich schreiben (ich. will. nicht. mehr!)
  • Kurswahl für die Auslandsbewerbung zusammentragen
  • Motivationsschreiben für die Auslandsbewerbung verfassen
  • restlichen Kram für die Auslandsbewerbung zusammentragen (Sprachnachweis, Lebenslauf (so halb done), Bescheinigungen (so halb done), offiziellen Notenauszug beschaffen, Bewerbung online einreichen)
  • Wohnsitz und Auto ummelden
  • mit der GEZ, pardon, dem Rundfunkbeitrag rumärgern
  • Kabel Deutschland auf den Arsch treten, äh, kündigen
  • Geburtstagsgschenk für die Schwester besorgen & Geburtstag feiern
  • Referat für direkt nach den Ferien vorbereiten & Rücksprache mit dem betreffenden Dozenten halten
  • Ausarbeitung (10 Seiten, geht ja noch) für das entsprechende Referat, das noch nicht existiert, anfertigen
  • Lektüre für das Literaturwissenschaftsseminar lesen
  • Förderunterricht planen und vorbereiten
  • Familiengedöns zwecks Ostern überstehen
  • Klavier spielen, um nicht irgendwann nichts mehr zu können
  • irgendwann vielleicht auch mal entspannen (manchmal done, aber zu selten)

 

Hm. Naja. Fazit: Da geht noch was.

In diesem Sinne… Ich geh‘ dann mal entspannen 🙂