Schlagwort-Archive: Lehrer

Ein Gespräch über Schulsysteme.

Neulich hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem meiner Dozenten über das deutsche Bildungssystem. Er, der selbst nicht unser System durchlaufen hat, sondern selbst in einem anderen europäischen Land aufgewachsen ist, ist ein starker Kritiker. 

Ich muss ehrlich sagen, dass ich finde, dass jedes System Vor- und Nachteile hat, und ich das deutsche System trotz offensichtlich existenter Mängel nicht für so furchtbar schlecht halte. Ich finde nicht, dass jeder Schüler denselben Bildungsabschluss, sprich Abitur, denn darauf würde es hinauslaufen, haben muss. Ich glaube nicht, dass jeder Abi und Studium braucht, und im Gegenzug denke ich, dass es viele angesehene Ausbildungsberufe gibt, was in anderen Ländern oftmals nicht der Fall ist. Wenn jeder erst mal aus Prinzip aufs College/in die Uni müsste, um gesellschaftlich zumindest halbwegs anerkannt zu werden, fände ich das gar nicht toll.
Dazu gebe ich offen zu: Ich persönlich hatte keine wirklichen Probleme mit unserem System, auch nicht mit dem, was von mir am Gymnasium gefordert wurde. Das heißt nicht, dass ich ein Universalgenie bin, aber dass ich alles machbar fand, um in jeder Klassenstufe jedes Fach zumindest zu bestehen (wenn auch nicht unbedingt glanzvoll – an dieser Stelle Grüße an meinen Physiklehrer und an das Mathe-Abitur). 

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Von Aussichten und Optionen

Frau Henners Post bringt mich ins Grübeln. Nicht, weil ich vorher die Tendenzen nicht gekannt hätte oder gänzlich blauäugig damals ins Studium gestartet wäre, in der Annahme, dass Lehramt „ein sicherer Job“ sei, wie man das so oft außerhalb hört. Nein, das nicht. Ich wusste, dass es nicht rosig aussieht, schon gar nicht hier im Süden, ich wusste, dass es nicht einfach werden würde und dass man sich im Studium reinhängen muss (…obwohl ich Menschen, die im Studium 4 gewinnt spielen oder sich mit einer 2,7 zufrieden geben, sowieso noch nie verstanden habe, unabhängig von individuellen Jobaussichten). 

Nun sind das aber sehr genaue Zahlen, die Frau Henner da freundlicherweise zusammengestellt hat. Schwarz auf weiß, wie viele Bewerber es hier tatsächlich für wie viele Stellen gab und bis zu welcher Note eingestellt wurde. 936:80 (Deutsch) und 826:90 (Englisch) sind für mich da die relevanten Zahlen. Und die Durchschnittsnote 1,7 als Grenze.

Bisher war es immer so, dass ich die Hoffnung hatte, wenn man nur gut genug ist und das wirklich will, dann muss es schon irgendwie klappen. Auch in Süddeutschland. Aber so wirklich sicher bin ich mir da gerade nicht mehr. 1,7, das ist eine Zahl, die zumindest in unserer Prüfungsordnung ziemlich illusorisch ist. Ich bin ziemlich gut in der Uni, das kann ich schon sagen. Und trotzdem weiß ich, dass eine 1,7 als Durchschnitt aus erstem und zweitem Staatsexamen nahezu nicht machbar ist. Klar, man muss jetzt sehen, dass die diesjährigen Zahlen sich überwiegend auch noch auf das „alte“ Staatsexamen bezogen haben, denn von den Leuten, die jetzt auch mit dem Ref durch sind, werden nicht allzu viele erst nach 2009 gestartet sein. 

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Vom Kreidewerfen.

Man Darf den Lehrer nicht Mit Greide abwerfen weil wenn man das tun griegt man eine Stafarbeit wie dich deshalb darf man den Lehrer niemals mit Greide bewerfen und irgendwann ist die Greide alle und deshalb nicht. aber die Greide Kostet geld. und deshalb darf man es nicht und auch die Greide Macht weiße, Grüne, Gelbe und oder Rozane Flecken kommt drauf an: Welche Farbe die Greide hat sie kann Weiß, Grün, Braun, Schwarz, Pink, Rote, Orang, Blau, Liela, Gelb und Roza sein es dauert bis man alle Greide sorten wieder aufgehoben hat und manche zerbroseln die Greide und ist blöd für den Schüler der sie aufheben muss. Steine darf man auch nicht werfen den sie tun weh und machen Grüne, Blaue, Lielane und Rote Flecken Und irgendwan Gehn die steine aus und dan muss mann sie aufheben denn es gibt viele verschiedene Steine Wie die Kieselsteine granit gibs vulkangestein gebranten Stein natürlicherstein und so weiter. Und Jedes hat eine andere Farbe es gibt Schwarze Braune Weiße Graue Rote orangene Blaue Pinke Lielane und Grüne Steine und steine kosten eine Menge so ungefär fünf euro oder vier euro oder drei euro oder zwei euro oder ein euro oder fünfzig cent. Und Schneebälle darf man nicht werfen weil da Steine drin sein können und auf garkeinen fall die Gelben denn es gibt weiße und Gelbe die Gelben sind voller Ohrin weil entweder ein Hund oder ein Mensch reingepinkelt Hat das War meine Strafarbeit ich hoffe sie Hat euch gefallen.

(Lustiges Schularten- und Klassenstufenraten gestattet.)

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Eigentlich wollte ich dazu ja gar nichts auf meinem Blog schreiben.

Nicht wollen, das kam so ein bisschen auch von nicht können. Jedenfalls konnte ich in den letzten 2,5 Tagen wahrlich nichts dahingehend zu Papier bringen. Und nun gibt es auch noch Anlässe zum Aufregen. Wie schrecklich im Allgemeinen und respektlos den Opfern gegenüber mir das erscheint, spielt dabei sicherlich eine große Rolle.

Zunächt einmal: Am Wochenende habe ich mich gefragt, was ich dazu hätte sagen sollen. Es kam mir so vor, als würde ja schon überall alles gesagt werden, was gesagt werden muss. Nous sommes unis, je suis Paris, ja, das alles, sicherlich. (Pray for Paris vielleicht nicht, denn damit kann ich persönlich nicht viel anfangen.) Auch, wenn mein eigenes Profil aus Respekt vor den anderen Nationen, die ähnlich Schreckliches durchmachen, nicht in den Farben der Tricolore erscheint, hat es mich unfassbar bewegt, wie die Welt plötzlich blau-weiß-rot wurde – auch die Wahrzeichen unserer nicht allzu großen Stadt. Aber all das bloggen und so stehen lassen? Naja, danach war mir ehrlich gesagt nicht zumute.

Zur Vorbemerkung:
Ich ordne die Geschehnisse sowie die Gedanken/Emotionen dazu hier chronologisch an. Hinaus will ich letztlich vor allem auf das, was unter „Sonntagabend“ und „Montag“ fällt. Aber nachdem ich einmal angefangen hatte, konnte ich mich auch nicht zurückhalten, auch den Rest meines Wochenendes etwas zu beschreiben…

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Prägende Vorbilder und Faszination Sprache.

Nun, Bob Blume hat zu einer Blogparade zum Thema Lernlust aufgerufen, über die ich eine Weile nachgedacht und meine Schulzeit, aber auch mein Studium ein bisschen reflektiert habe. 

Was war es, das bei mir die Lernlust entfacht hat, das mich dazu gebracht hat, mich immer weiter mit einem Thema zu beschäftigen, bis ich es (zumindest ansatzweise) durchdrungen habe?
Die Antwort, die mir zuerst in den Sinn kam: Die Lehrperson, das Vorbild.

Meine größte Leidenschaft gilt den Sprachen, insbesondere der englischen. Und das ist schon sehr lange so, nämlich irgendwie schon seit ich mich zurückerinnern kann an die Anfänge des Fremdsprachenlernens, Klasse 5.
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Shorty: Seltsame (Um-)Wege.

For I’ve always wanted to learn French but never really had the right opportunity or leisure to do it properly, I spontaneously signed up for a French class yesterday (and even surprised myself by doing that). 

Apparently, I had to move to the UK first to finally bring myself to sign up for French… even though there are some French people in my family back home. And even though I also have a French teacher in my family back home. Oh the irony… please don’t call me crazy. Thanks.