Schlagwort-Archive: Gymnasium

Von Berufsvorstellungen.

Ich wundere mich seit geraumer Zeit immer öfter darüber, was Kinder für Berufsvorstellungen haben, und wo diese eigentlich herkommen. Und was das über unsere Gesellschaft und ihr Bild von einigen bodenständigen (Ausbildungs-)Berufen aussagt.
Klar, im Kindergarten oder vielleicht noch in der Grundschule ist es gängig, dass man Astronaut oder Pilot oder sonst was Seltenes, enorm Anspruchsvolles, werden möchte, weil das eben cool ist. Aber dann?

Meine Sechstklässler beschweren sich heute, dass Berichteschreiben total unnötig sei, weil das sowieso kein Mensch brauche. Ich gebe zu bedenken, dass sie es in den kommenden Schuljahren beispielsweise für ihre Praktika, später aber auch in einigen Berufen brauchen könnten.

„Ähhhhm nee, Frau Studi“, widerspricht Anna da. „Wir sind doch schließlich auf dem Gymnasium!“

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Von der nächsten Runde

Bald geht es wieder los: Die Schulsommerferien neigen sich dem Ende zu, und die vorlesungsfreie Zeit rennt gleich hinterher.

Gerade befinde ich mich im Endspurt der letzten Hausarbeit meines Lebens [insert ‚Jubelgeschrei‘], das Äquivalent zur Master-Arbeit mal ausgenommen, was sich unglaublich gut und trotzdem doch auch ein bisschen komisch anfühlt. Die letzte Hausarbeit, nach raschem Durchzählen übrigens Nummer 18. Ich war wahrlich nie ein Freund davon, obgleich es sich, wenn man erst mal im Schreiben drin war, gar nicht mehr so schrecklich anfühlte. Eine Hausarbeit bringt doch immer einen unglaublichen Berg an Recherche-, Sortierungs- und Schreibarbeit mit sich. Und mir persönlich geht das wissenschaftliche Arbeiten ja mehr auf die Nerven als alles andere, weil der Eigenanteil, den man leisten darf, doch ziemlich gering ist und man sich überwiegend damit befassen darf, gefühlt hunderte Exemplare von Sekundärliteratur zu wälzen und die Meinungen irgendwelcher großen Namen zusammenzutragen und irgendwie so hinzubasteln, dass es auf 15, 20 oder 25 Seiten Sinn ergibt. Die selbstständige Analyse und Interpretation literarischer Texte, die mir in der Schule so viel Freude bereitet hat, findet an der Uni einfach kaum ihren Platz. Schade, das.
Andererseits stellt die letzte Hausarbeit auch irgendwie ein Signal dar, dass sich das Studium wirklich dem Ende zuneigt. Und dabei ist es doch gefühlt erst zwei Semesterchen her, dass ich mich an der großen Uni zurechtfinden musste, hektisch Räume gesucht habe (ok, je nachdem, an welchem dubiosen Ende der Welt des Campus sich so ein Raum befindet, kann das auch nach mehreren Jahren noch vorkommen) und mich von der schier nie enden wollenden Prüfungsordnung einschüchtern lassen habe. Irgendwie seltsam.

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Von Integration.

Seit wenigen Tagen haben wir jetzt auch Flüchtlingskinder an unserem Gymnasium. Zwei bis fünf pro Klasse in den Stufen 5 bis 10.

Die Deutschkenntnisse sind sehr unterschiedlich – meist gar nicht vorhanden, manchmal rudimentär. Mit Englisch sieht es schon besser aus, in den meisten Fällen jedenfalls. Einige können sich zumindest verständigen, andere haben ein weit höheres Niveau als die deutschen Schüler. Wenn alle Stricke reißen, können einige unserer Kids immerhin Türkisch – oder eben Arabisch. 

Glücklicherweise ist unser Gymnasium an Pluralismus, was Sprachen und Kulturen angeht, kaum zu überbieten. Fast in jeder Klasse haben wir mindestens ein deutsches Kind mit Arabisch als weiterer Muttersprache, mindestens ein Drittel pro Klasse ist türkisch-stämmig. 

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Läuft!

Ach, wie herrlich das Leben sein kann, wenn einfach mal alles läuft.

Das Auslandssemester ist – wie im letzten Beitrag wohl gut rausgekommen ist – perfekt; bis auf ein paar kleinere Ärgerlichkeiten, an denen allerdings die Heimuni Schuld trägt, gibt es keine Mäkel.

Dazu kommt, dass die Tinalise heute endlich die Erleichterung des Jahres erfahren hat: Das Schulpraxissemester wird sie nicht zu einem Umzug zwingen, sondern ganz einfach in der Nähe stattfinden – und das auch noch am allgemeinbildenden Gymnasium, also alles erste Wahl. YAY! 

Zusätzlich kam auch noch der Heimuni-Dozent in die Pötte und dachte sich nach etwas mehr als drei Monaten mal, er könnte ja doch mal die Hausarbeit korrigieren – und diese zwei Drittelnoten höher ansetzen, als die Tinalise erwartet hätte.

So, das wären ja eigentlich mal genug positive Neuigkeiten, oder… sollte ich doch noch erwähnen, dass in Großbritannien auch immer noch die Sonne scheint und T-Shirt Wetter herrscht? 😉

Auf ein Neues!

Zack, und ich bin wieder voll drin – sowohl in der Uni, als auch in der Schule.

Während es in der Uni immense Anlaufschwierigkeiten für das neue Semester gegeben hat und ich ein Seminar gekickt habe, bevor es überhaupt richtig los ging, lief in der Schule alles relativ schnell wieder „normal“ ab – zumindest so „normal“, wie man es eben gewohnt ist. 😉

Meine Erkenntnis zum Freitag: Fünftklässler sind wirklich so süüüüß, wie alle immer sagen! Weiterlesen