Schlagwort-Archive: Blogevent

Exkurs: Mein Leben in Büchern

So, Pi-Er hat mich schon ganz oft dazu nominiert, bei irgendwelchen Bücher-Blogevents mitzumachen 😉 , aber irgendwie war ich meistens zu faul unkreativ. Zumal ich jetzt wirklich nicht viel über Bücher, die mit Sommer zu tun haben, sagen könnte, denn diese Jahreszeit und ich, wir stehen auf dem Kriegsfuß miteinander.
Jetzt aber auf zum ersten Buch-Event bei der Tinalise, juhu! 🙂

(1) Suche dir je eines deiner Bücher für deine Initialien heraus!

Naja, meine Initialien sind ja ganz klar T und S, für Tinalise Studi halt. 😉 Mal sehen…
Ein bisschen ist es ja wie schummeln, dass ich für das ‚T‘ einen Artikel und kein volles Wort nehme, aber das stört ja niemanden. 😛 Ich nehme also hierfür mal The Island of Doctor Moreau von H.G. Wells, einem der Klassiker, die mich an der Uni gleich total gepackt haben. Entstanden im spätviktorianischen Zeitalter, als Darwin gerade seine Thesen veröffentlicht hatte und damit die Welt aus den Fugen gehoben hat, handelt dieses fantastische Werk von Evolution und Wissenschaft, religiöser Verunsicherung und der Frage, wo und wie man die Grenze zwischen Mensch und Tier eigentlich definieren kann.
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Exkurs: Myriades Fotoprojekt

Myriade hat da so ein Fotoprojekt, das mich schon ganz lange reizt. Zu vielen Themen hätte ich passende Fotos, kann sie aber der Anonymität halber leider nicht teilen. 

Dafür habe ich mich aber entschieden, zum Thema „Weite“ etwas beizutragen. 🙂
Es ist mit Sicherheit nicht das schönste Foto aus Großbritannien, aber dafür eines, das mir viel bedeutet, weil dieses Gefühl von Freiheit unbeschreiblich ist, und dennoch irgendwie nicht allzu verfänglich ist, weil der Ort naja, nicht erkennbar ist.

...weil mir nur das Meer (vielleicht vom Himmel mal abgesehen) so wundervoll Grenzenlosigkeit vermittelt.

…weil mir nur das Meer (vielleicht vom Himmel mal abgesehen) so wundervoll Grenzenlosigkeit vermittelt.

 

Blogevent: Kinderbücher!

Ihr Lieben, pi-x-r ruft zum Blogevent auf, und da lass ich es mir natürlich nicht nehmen, mitzumachen!

Es geht um die Bücher unserer Kindheit und was wir damit verbinden. Wer auch mitmachen möchte, sei herzlich dazu eingeladen, da käme bestimmt einiges Tolles zusammen!

Für ein Buch alleine konnte ich mich nicht entscheiden – dafür aber für eine Autorin auf der einen Seite und eine Buchreihe auf der anderen.

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Blogevent: Von Schulerlebnissen (und sowas!)

Hupsidupsiwhoopsi, dem Studenten-Klischee gerecht werdend schramme ich haarscharf an der Deadline von der lieben Frau Hilde und ihrem Blogevent (klickstdu hier!) vorbei und poste mal eben noch lockerflockig was zu einem mir im Gedächtnis gebliebenen Schulerlebnis.

Nämlich, es war mal die Klasse 10a, und an das a der 10a wurde ganz gerne mal ein wenig schönes Adjektiv, das auf nicht so sonderlich glänzendes Verhalten hinweisen sollte, angehängt. Meine Wenigkeit befand sich in dieser wunderhübschen 10a. Nicht, dass wir wirklich so assi gewesen wären (echt nicht!), aber keine Ahnung, die unlustigen, weil spätpubertären Mitschüler fanden das damals cool und witzig und keine Ahnung was noch, sich selbst mit einem wenig netten Adjektiv zu betiteln. 

Jedenfalls hatte die 10a Physik (Füsick!) beim Herrn D., seines Zeichens höchst inkompetenter Seiteneinsteiger (selbigwelcher im Jahrgang nach uns dann auch endgültig seine Lehrprobe nicht bestanden hat und damit auch wieder raus wäre aus der Seiteneinsteigerei, aber das nur am Rande), und Chemie (Schämie!) bei der wenig netten, dafür aber im höchsten Maße seltsamen Frau P. (selbigwelche von den ganzen Schääämie-Kollegen ein mangelhaftes schämisches Fachwissen attestiert bekam („Bei wem hast’n den Scheiß gelernt? Ach, lass mich raten, bei der Frau P.? Na, vergisste besser mal gleich wieder!“), aber auch dies nur am Rande).

Die 10a mochte Füsick nicht. Schämie auch nicht. Und die Tinalise war zwar nicht ganz vorne dabei beim asozialen unfreundlichen Verhalten, weil das gegen ihre Natur ist, aber… sie hasste Füsick und Schämie eben. Und die, ähm, ja, also, Lehrbeauftragten fand die Tinalise auch nicht so kompetent und generell nicht so cool und ja. Soviel dazu.

Es gab dann noch die Parallelchaotenklasse, die 10b. Die 10b hatte niemand geringeren als die liebe Frau P. als Klassenlehrerin, somit auch selbigwelche in Schämie. Und weil’s ganz doll schön und der Stundenplanplanermensch ein lustiger Zeitgenosse war, fanden Füsick in der 10a und Schämie in der 10b auch noch parallel statt.

So viel zur Exposition des Ganzen, nun zum eigentlichen Erlebnis:
Die 10a und die 10b waren ganz megamäßig ausgefuchste Klassen, die es natürlich verstanden, sich gegenseitig Flausen in den Kopf zu setzen und diese, wenn möglich, auch noch zeitgleich bzw. miteinander in die Tat umzusetzen. 
Da sowohl die Naturwissenschaften an sich als auch die entsprechenden Lehrbeauftragten sich nicht sonderlich großer Beliebtheit erfreuten, wurde für einen Freitag, 4. Stunde, beschlossen, dass eigentlich generell so gar niemand Lust auf Unterricht hat und man doch lieber irgendwas „starten“ könnte. Ja. Nun denn.

Die Schüler beider Klassen waren die Stunde über ziemlich hippelig und fühlten sich (und benahmen sich) wie vor Aufregung platzende kleine Kinder, weil sich das Warten auf Punkt 11 Uhr anfühlte wie der 23. Dezember, oder wie kurz vor Neujahr, oder so. 

Als die Uhr sich nun endlich erbarmte und die lang ersehnte Uhrzeit anzeigte, sprang Marius wie von der Tarantel gestochen auf, schnappte sich sein mitgebrachtes Jagdhorn aus dem Rucksack und bließ zur Jagd gab den Startschuss für das ganze folgende Debakel. Schade übrigens, dass niemand an eine Kamera gedacht hatte: Das Gesicht des sowieso schon äußerst verwirrten Herrn D. war Gold wert. Marius‘ Startschuss dürfte man übrigens auf dem ganzen Flur gehört haben.

Enthusiastischst sprangen nun auch die restlichen Idioten Klassenmitglieder, die Tinalise selbstverständlich eingeschlossen, auf, bildeten eine Polonaise-Kette, stimmten die „Humba“ an und zogen vergnügt erst zweimal durch das komplette Klassenzimmer, bevor ebendieses verlassen und das der 10b geentert wurde. In der Parallelklasse hatte sich ein ähnliches Szenario abgespielt, und nun reihten sich die Kinderlein der 10a und der 10b lustig durcheinander und zogen in Polonaise-Formation, singend und kichernd von dannen – vorbei an der verduzten Frau P., ab durch’s gesamte Schulhaus.

An sich könnte man jetzt sagen, dass das eine ziemlich kindische, unreife, dämliche und unlustige Aktion gewesen ist. Und ich muss sagen: Jep, ganz genau das war’s.
Aber es war in den Moment nicht nur ziemlich amüsant, sondern auch 1246894618 Mal besser als Füsick- oder Schämie-Unterricht, gerade bei den oben beschriebenen Lehrkräften. 
Und das beste, unvergessene Relikt, das dieser unvergesslichen Stunde entstammt:

Ein Klassenbucheintrag des Herrn D. (bei Frau P. im Klassenbüchlein der 10b rechne ich allerdings mit etwas Ähnlichem), der vielmals fotografiert und somit mehrfach dokumentiert wurde (ihn als Plakat im Klassenzimmer aufzuhängen wurde uns allerdings von der Klassenleitung untersagt):
„Klasse verlässt geschlossen laut singend und außer Rand und Band den Unterricht. Eskalation: Stürmung des Unterrichts von Frau P.“