Archiv der Kategorie: Alltagsleben

Tinalise bei Twitter

Ja, am 30. September 2016 hat der Trend auch mich eingeholt:

Tinalise ist jetzt bei Twitter.

Was das wird, weiß ich auch noch nicht so genau, aber es ist aus einer Mischung aus dem neugierigen Stalken Nachlesen bei Kielerkrimskrams, der Frau Hilde, Teacheridoo und Co und der jüngsten Prokrastinationswelle entstanden. 

Wer möchte, darf reinschauen, wer nicht möchte, darf auch weiterhin nur in der Bloggersphäre bleiben (ich sehe Pi-Er schon die Nase rümpfen! :D). 

Von Berufsvorstellungen.

Ich wundere mich seit geraumer Zeit immer öfter darüber, was Kinder für Berufsvorstellungen haben, und wo diese eigentlich herkommen. Und was das über unsere Gesellschaft und ihr Bild von einigen bodenständigen (Ausbildungs-)Berufen aussagt.
Klar, im Kindergarten oder vielleicht noch in der Grundschule ist es gängig, dass man Astronaut oder Pilot oder sonst was Seltenes, enorm Anspruchsvolles, werden möchte, weil das eben cool ist. Aber dann?

Meine Sechstklässler beschweren sich heute, dass Berichteschreiben total unnötig sei, weil das sowieso kein Mensch brauche. Ich gebe zu bedenken, dass sie es in den kommenden Schuljahren beispielsweise für ihre Praktika, später aber auch in einigen Berufen brauchen könnten.

„Ähhhhm nee, Frau Studi“, widerspricht Anna da. „Wir sind doch schließlich auf dem Gymnasium!“

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You never walk alone?

Ich bin heute Abend nicht viel weniger fassungslos als ich es heute Morgen war, als ich aufwachte, auf meinem Smartphone etwas las von „knappe Entscheidung“, klar mit einem knappen „Remain“ gerechnet hatte und aus allen Wolken gefallen war.

Ziemlich genau ein Jahr, nachdem ich das Vereinigte Königreich verlassen habe, hat das Vereinigte Königreich jetzt uns verlassen. Oder zumindest dafür gestimmt, möglichst bald „AdiEU“ zu sagen. Ich kann es wirklich nicht glauben und bin gleichzeitig wütend und traurig. Und ich fühle mit all meinen britischen Freunden, die das definitiv verhindern wollten und heute Morgen Dinge wie „Please stop the world – I want to get off“ und „I’ve never been more ashamed of being British than I am today“ gepostet haben. 

So viel zu you never walk alone und europäischen Werten. Wie irgendein Mensch im Internet zynisch von sich gab: „Wer hätte gedacht, dass die Briten länger in der EM bleiben würden als in der EU?“ Wenn das mal nicht auch das Ende des großen, Vereinigten Königreichs bedeutet (die Schotten haben’s ja schon vorher angekündigt, dass es Konsequenzen haben wird, und die Nordiren haben auch klar für ein Verbleiben in der EU gestimmt). 

Mir fällt dazu nicht mehr viel ein. Great Britan isn’t really that great anymore.
Oder wie J.K. Rowling es formulierte:

Bildschirmfoto 2016-06-24 um 23.06.03

Tja. Da bleibt uns wohl nicht mehr viel übrig, als unserem Auswärtigen Amt in den Pub zu folgen…

Bildschirmfoto 2016-06-24 um 23.06.18

Aus der Versenkung.

Puh, es tut mir leid, aber ich habe tatsächlich derzeit nicht wirklich was zu berichten. Ein bisschen doof fühle ich mich schon, war ich doch letztes Jahr um diese Zeit auch komplett aus der Bloggersphäre verschwunden, weil ich da gerade im Ausland the time of my life erlebt habe und so.

In diesem Jahr sieht das alles ein bisschen anders und weniger erfreulich aus. Stress, weil die (nicht ganz) letzten (…aber doch an einer Hand abzählbaren) Scheine in der Uni erworben werden wollen, was wie immer mit diversen drölfzig Präsentationen, Essays, Protokollen und furchtbar unkooperativen Gruppenarbeiten einhergeht, nebenbei Geld verdient werden will, das dann in diversen Autowerkstätten wieder rausgeworfen werden muss… und so weiter und so fort. Der ganz normale Wahnsinn eben. Dazu ist gerade privat ziemlich was los, ein Chaos, das sich über Monate angebahnt hat und irgendwann auch mal ein Ventil finden musste. Seit gestern ist jetzt glücklicherweise mehr oder minder klar, dass die „große Katastrophe“ (ja, ich neige zu Theatralik, und nein, das finden Beteiligte in der Regel auch nicht cool) doch noch abgewendet werden konnte, aber so richtig wieder auf dem Damm bin ich dann doch nicht.

Deshalb tut es mir leid, aber hier – und auch auf euren Blogs, denn ich bin derzeit auch nur selten am Lesen/Kommentieren – ist es aus diesen Gründen derzeit von meiner Seite aus ziemlich ruhig. 

Ich werde aber schon wieder aus der Versenkung auftauchen. Versprochen. 

Shorty: Internationals lernen schnell.

Neulicht beim Sprachcafé mit den International Students, beim Tabu-Spiel:

Jenny (aus England) erklärt. Gesucht ist das Wort „Zug“.

„Deutsche Bahn, sie hat viele…“

Emily (aus China): „Warte, ich weiß! Wie heißt… ah, Verspätungen!!!“ 

Shorty: Voll krass deprimierend.

Ich bin immer schockiert, was mit meinen kleinen 6ern passiert ist. Mit den putzigen kleinen Kindern, die zwar schon ein freches Mundwerk hatten, aber ja immer noch irgendwo süß waren.
Sie sind jetzt plötzlich (also gefühlt über Nacht!) in der 8. und die Pubertät hat voll zugeschlagen. Die Stimmen der Jungs sind um einiges tiefer, die Mädchen viel bunter geschminkt, und allgemein ist das einfach seltsam, dass die Kinder plötzlich keine richtigen Kinder mehr sind.

Dazu passt auch das hier:

„Salvatore, du sollst doch deine Hausaufgaben machen und nicht Hangman spielen… gegen dich selbst?! Warum überhaupt? Das ist doch total sinnlos und macht überhaupt keinen Spaß.“

„Ja, egal, weil ich eh alles alleine machen muss. *schmoll*“

„…wie zum Beispiel deine Hausaufgaben!“

„Nee ey echt nicht, ich hab‘ dafür jetzt am Wochenende eh uuuuunendlich viel Zeit. Und ich brauch‘ die Hausaufgaben für dieses Wochenende, ehrlich jetzt! Sonst dreh ich ja durch. Das wird voll krass deprimierend, wissen Sie.“

„…?“

„Ja wissen Sie, es ist doch halt Valentinstag. Und da bin ich halt ganz alleine… ich hab‘ halt kein Mädchen, und ich bin ja sogar schon 14 1/2! Voll krass deprimierend…“