Exkurs: Mein Leben in Büchern

So, Pi-Er hat mich schon ganz oft dazu nominiert, bei irgendwelchen Bücher-Blogevents mitzumachen 😉 , aber irgendwie war ich meistens zu faul unkreativ. Zumal ich jetzt wirklich nicht viel über Bücher, die mit Sommer zu tun haben, sagen könnte, denn diese Jahreszeit und ich, wir stehen auf dem Kriegsfuß miteinander.
Jetzt aber auf zum ersten Buch-Event bei der Tinalise, juhu! 🙂

(1) Suche dir je eines deiner Bücher für deine Initialien heraus!

Naja, meine Initialien sind ja ganz klar T und S, für Tinalise Studi halt. 😉 Mal sehen…
Ein bisschen ist es ja wie schummeln, dass ich für das ‚T‘ einen Artikel und kein volles Wort nehme, aber das stört ja niemanden. 😛 Ich nehme also hierfür mal The Island of Doctor Moreau von H.G. Wells, einem der Klassiker, die mich an der Uni gleich total gepackt haben. Entstanden im spätviktorianischen Zeitalter, als Darwin gerade seine Thesen veröffentlicht hatte und damit die Welt aus den Fugen gehoben hat, handelt dieses fantastische Werk von Evolution und Wissenschaft, religiöser Verunsicherung und der Frage, wo und wie man die Grenze zwischen Mensch und Tier eigentlich definieren kann.

Für das S greife ich dann mal zu… Sing you Home von Jodi Picoult. Prinzipiell geht Picoult immer, weil sie meine ganzen Teenagerjahre als damalige Lieblingsautorin begleitet hat, und ich das Buch mitunter auch deshalb interessant fand, weil sich eine „eigentlich doch heterosexuelle“ (denn so sah sie sich selbst) Frau nach ihrer Scheidung plötzlich dabei ertappt, wie sie sich in eine Frau verliebt. Kinder kommen – auf etwas verworrene Art und Weise – auch ins Spiel, ebenso wie Religion – und Picoult zeigt, wie „einfach“ Liebe sein kann, ohne, dass es dabei ein Richtig oder Falsch gibt. Schön, das.

(2) Stell dich vor dein Bücherregal und zähle dein Alter ab – bei welchem Buch landest du?

…4, 5, 6… 16, 17, 18… Ja ja, Moment, ich hab’s ja gleich…
Ah, wieder ein Klassiker. George Orwell, Animal Farm. Gelesen im Englisch-Leistungskurs in der 11. Klasse, damals schon als Allegorie für absolut gut befunden. Dazu muss man nicht allzu viele Worte verlieren, außer vielleicht, dass der Kernsatz nach wie vor leider mehr als zutrifft. All animals are equal, but some animals are more equal than others.

(3) Such dir eines deiner Bücher heraus, das in deiner Stadt, deinem Bundesland oder deinem Land spielt!

Öh, nujoar, da ich aus einer unbedeutenden Kleinstadt im Süden des Landes stamme… bleibt da wohl nur Deutschland. Eher nah dran ist wohl Schlinks Vorleser, der ja – na, habt ihr alle schön aufgepasst, oder bin ich hier die einzige, die da in der Schule als ‚aktuelles‘ Werk durchmusste? 😉 – in Heidelberg spielt (zumindest der erste Teil, später u.a. in Frankfurt). Nujoar, ich persönlich konnte dem Werk ja leider nicht allzu viel abgewinnen, und den Film fand ich noch doofer. Vorlesen, duschen, kopulieren und so… Ja ja, ich weiß schon, dass es da noch um ganz andere Themen geht, aber irgendwie habe ich den Zugang nicht so richtig gefunden, so von wegen Vergangenheitsbewältigung, Analphabetismus und so, bis hin zu Selbstmord – sorry. Vielleicht war ich damals aber einfach auch nur zu jung und müsste dem Ganzen jetzt noch mal eine Chance geben…

(4) Jetzt suche ein Buch heraus, das einen Ort repräsentiert, an den du gerne reisen würdest!

Hm, da nehme ich doch geich die ganze Highland-Saga (Outlander) von Diana Gabaldon, weil diese in Schottland spielt und ich in dem Teil Großbritanniens noch nicht war, aber unbedingt mal hinmöchte. 🙂

(5) Was ist deine Lieblingsfarbe? Fällt dir ein Buch ein, dessen Cover in dieser Farbe gehalten ist?

Öhm, dazu müsste mir erst mal einfallen, was eigentlich meine Lieblingsfarbe ist. Schwierig. Aber dann nehme ich doch wieder Mrs Picoult – dieses Mal mit The Pact, das ist nämlich in Brauntönen gehalten und erinnert mich so schön an Kaffee. :mrgreen: Und ja, ich mag so Kaffeetöne halt!
Die Geschichte, obgleich sie a love story genannt wird, ist irgendwie ziemlich düster, aber gut gemacht. Und thematisch eben bei den großen Fragen des Lebens 😉 , also Liebe, Freundschaft, Familie und so. Gehört eben auch in die Reihe der „Bücher, die ich als Teenie gerne gelesen habe“.

(6) An welches Buch hast du die schönsten Erinnerungen?

…das ist eine Fangfrage, oder? 😉 Ganz klar natürlich, ohne eine Sekunde zu überlegen: Harry Potter! ❤ Und ja, ich warte auch heute noch auf meinen Brief aus Hogwarts… 😦

(7) Bei welchem Buch hattest du die größten Schwierigkeiten, es zu lesen?

Puh, da gab es schon einige, aber da fällt mir direkt eines ein: Lord Jim von Joseph Conrad. Falls ihr es euch nie angetan habt – lasst es. Ich glaube, der Master of Literature wollte uns damals im Proseminar alle damit aus der Anglistik vertreiben… jedenfalls sind sämtliche Mitkommilitonen und ich daran gescheitert, das irgendwie sinnhaft einordnen zu können. Nä, ganz schlimm. Ich würde ja mal ganz arrogant behaupten, dass meine Englischkenntnisse schon ziemlich gut sind, aber da habe ich mich irgendwie versucht durchzuquälen und war ständig so verwirrt, dass ich manche Aspekte der Handlung echt glatt einfach überhaupt nicht wahrgenommen habe. Aber so bekannt ist Lord Jim ja (zum Glück *hust*) auch nicht – wesentlich berühmter ist Conrad ja für Heart of Darkness, und das hingegen soll auch deutlich angenehmer zu lesen sein, haben mir Kommilitonen aus dem damaligen Seminar um Lord Jim zumindest mal versichert (persönlich habe ich Conrad seitdem gemieden… *pfeif*). 

(8) Welches Buch auf deinem Stapel ungelesener Bücher wird dir das größte Gefühl verschaffen, etwas geleistet zu haben, wenn du es gelesen hast?

Na, auch hier fällt mir mehreres ein – in erster Linie mal ganz berühmt James Joyces Ulysses oder eben, ähnlich wie beim Pi-Er, die gesammelten Werke Shakespeares (bisher habe ich ja nur zwei Dramen gelesen *pfeif*, und das als Anglistin, ich sollte mich was schämen – tu ich auch ein bisschen!). Irgendwann will ich ja auch mal das Nibelungenlied im Original lesen. Mit Mittelhochdeutsch an sich tue ich mir ja auch gar nicht so schwer, aber Zeit und Motivation, man kennt das ja…

So, auch bei mir gilt – jeder, der möchte, darf gerne mitmachen. 🙂 

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8 Gedanken zu „Exkurs: Mein Leben in Büchern

  1. pimalrquadrat

    Na, das „faul“ hättest du schon stehen lassen können, also echt, wie oft hab ich dich schon nominiert? 😛

    Der Moreau hat es dir wirklich angetan, was? 😀
    Achja, Animal Farm, mein erstes Buch auf Englisch damals in Klasse 11, und ein tolles obendrein! Leider noch immer viel zu aktuell, wie auch 1984.

    Buuh, buuuh, buuh, Highland-Gedöns, buuh! 😛
    Das Nibelungenlied ist toll, sehr lesenswert, auch wenn man das hinterher nie wieder braucht – im Unterricht liest man ja eh nur die neuhochdeutsche Prosafassung, und wenn man dann mal doch ins mhd. Original schaut, dann bestenfalls die ersten Strophen… Leider.

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Joaa, aber über das mit den Sommer-Büchern habe ich wirklich lange nachgedacht, nur irgendwie hätte ich da trotzdem vieles nicht beantworten können! Meh!

      😀 Ja, der hatte es mir angetan, das war so ein Schlüsselwerk in der Uni. 😉
      Orwell ist auch einfach toll und zeitlos, ja.

      Die Highland-Saga habe ich mit etwa 13 gelesen und fand die damals total toll. ^^ Ist halt auch so ein Frauengedöns, aber hallo, Schottland?! *-* ❤

      Joa, wobei ich auch die neuhochdeutsche Fassung nie gelesen habe. ^^ Und klar, Mittelhochdeutsch ist kein Bestandteil des Schulstoffs.

      Antwort
      1. pimalrquadrat

        Kein Problem! 😉

        Haha, dann ist das Studium ja doch für was zu gebrauchen! :mrgreen:

        Ach, das war nur halbernst gemeint, keine Sorge, Geschmäcker sind eben verschieden. 😉
        Aber ja, bisher ist mir die Reihe wirklich nur bei Frauen begegnet. XD

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