Blogevent: Kinderbücher!

Ihr Lieben, pi-x-r ruft zum Blogevent auf, und da lass ich es mir natürlich nicht nehmen, mitzumachen!

Es geht um die Bücher unserer Kindheit und was wir damit verbinden. Wer auch mitmachen möchte, sei herzlich dazu eingeladen, da käme bestimmt einiges Tolles zusammen!

Für ein Buch alleine konnte ich mich nicht entscheiden – dafür aber für eine Autorin auf der einen Seite und eine Buchreihe auf der anderen.

1. Enid Blyton.

Einmal hier – ein x-beliebiges Buch aus der „5 Freunde“ Reihe.

Einerseits verbinde ich mit Enid Blyton die Reihe um die fünf Freunde, die die spannendsten und manchmal auch lustigsten Abenteuer erleben. Ich habe diese Bücher absolut gerne gelesen und – meine ich – sogar die komplette Reihe durch. Irgendwann, als ich so in der 5. war, habe ich sogar mal angefangen, mein eigenes „Fünf Freunde“ Buch zu schreiben, das sich in die Reihe einfügen sollte, hihi… Meine schriftstellerischen Fähigkeiten waren dann aber auch nach 30 Seiten erschöpft und so habe ich irgendwie dann doch wieder aufgegeben. Ich glaube, das „Manuskript“ fliegt bei meinen Eltern immer noch irgendwo rum…

Andererseits wäre da die Reihe um die eineiigen Zwillinge „Hanni und Nanni“, nach denen eine Klassenkameradin in der Mittelstufe frei nach dem Vorbild Heidi Klum ihre Brüste benannt hat, was meine Assoziation jetzt immer leicht trübt. Witzigerweise sehen meine Ausgaben genau so aus wie die auf dem Bild 🙂 . Verschlungen habe ich diese Bücher, in denen sich die eine gerne mal als die andere ausgegeben hat, und wie gern wollte ich zu dieser Zeit auch ins Internat! Nachts kichernd in den Mädchenschlafräumen rumhängen, ab und an rausschleichen, das klang alles ganz aufregend und toll. Abgesehen von meiner Fantasie habe ich allerdings nie tatsächliche Erfahrungen mit Internaten gemacht, muss ich sagen. Irgendwie auch schade, chrhr.

2. Harry Potter.

Natürlich! Wie könnte es auch anders sein? Ja, ich gehöre zur Harry Potter Generation – the one and  only. 😉 Als ich im lesefähigen Alter war, erschien der erste Band auf Deutsch.

Harry Potter, Band 1_ Harry Potter und der Stein der Weisen
Meine Leseerfahrung ist noch ziemlich klar in meiner Erinnerung – nachts habe ich ganz klassisch mit Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen (und zwar bis einschließlich Band 4! 😉 ), tagsüber saß ich gemütlich in meinen Sitzsatz gekuschelt unter der Leselampe. Hogwarts hat mich nicht mehr losgelassen (immer diese Internate und so…) – ich habe die Bücher nahezu verschlungen. Und dann die Aussprache! George war ein deutscher „Georg“ mit eben „e“ hintendran, Dumbledore wurde ausgesprochen, wie man ihn schreibt… :mrgreen: Ja, das war ganz wundertrollig. Die Schwester hat es sehr erheitert, und dann habe ich irgendwann durch Zufall mitbekommen, dass der Junge „Dschooodsch“ heißt – das war vielleicht irritierend! 😉
Mit Harry Potter bin ich aufgewachsen. Ohne Spaß – das war eine sehr sentimentale Angelegenheit, die Verfilmung und all das! Und ich bin wirklich ein kleines-großes Bisschen stolz darauf, zur waschechten Harry Potter Generation zu gehören. Denn, so doof sich das anhört – das ist so unser Ding. Das kann man vermutlich nicht besonders gut nachvollziehen, wenn man „schon groß“ war, als die ersten Bände erschienen – meine Schwestern (Muggles!) finden Harry Potter auch toll, haben da aber einen ganz anderen Bezug zu als ich, die ich die Bücher wirklich in früher Kindheit gelesen habe und von Buch zu Buch älter – und eben auch ein Stück weit erwachsener – wurde. Und die Kinder nach uns, naja, die sind eben in dem Bewusstsein großgeworden, dass es da Filme gibt und Harry Potter mit Daniel Radcliffe gleichgesetzt wird usw. … Hach, da werd ich ja ganz nostalgisch, wenn ich darüber schreibe, denn das fühlt sich irgendwie alles nach Zuhause, Kindheit und ein Stück weit Erwachsenwerden an. An dieser Stelle sei auch ein großes Lob an J.K. Rowling ausgesprochen, die es tatsächlich geschafft hat, ihre Figuren gemeinsam mit ihren Lesern „großzuziehen“. So wurde jeder Band ein bisschen anspruchsvoller, Band 7 würde ich definitiv nicht mehr als „Kinderbuch“ bezeichnen.
Als ich älter wurde und so lustige Dinge wie Latein in mein Leben traten, war ich ganz fasziniert und begeistert davon, denn endlich verstand ich all die Zaubersprüche, (die ich übrigens alle mal rausgeschrieben und, ja, auch gelernt hatte 😀 ) stellte fest, dass diese nicht willkürlich gewählt waren, sondern Sinn ergaben… Ja, Harry Potter hat es geschafft, dass ich mich an meinen Lateinkenntnissen wirklich erfreue. (Das war ähm, eher eine Seltenheit.) Und als mein Englisch fortgeschritten genug war, konnte ich es auch nicht mehr erwarten, dass die deutsche Übersetzung publiziert wird… Ab Band 5 wurde auf Englisch gelesen. Zu Beginn zugegebenermaßen noch sehr mühsam, denn mein Englisch war zum Zeitpunkt von Band 5 wirklich noch nicht SOOOO ausgeprägt und auch die Sprache wurde mit den fortschreitenden Bänden etwas anspruchsvoller (wie man besonders dann bemerkt, wenn man mal wieder alle hintereinander wegliest 😉 ) … Aber ich habe mich durchgekämpft, es hat funktioniert. 😉 Ja, und so ging das so hin und so fort, über Harry Potter lasse ich wirklich absolut nichts kommen, Freunde. Die Premiere zum letzten Film habe ich über Livestream gemeinsam mit meiner besten Freundin – über’s Telefon! – verfolgt und es war wirklich, wirklich dramatisch. Ich werde für immer diese Verfilmung des potterschen Schlussakkords mit ihren Worten assoziieren: „Das war’s. Jetzt ist unsere Kindheit offiziell und definitiv vorbei.“ Ja, so hat es sich angefühlt. So melodramatisch und überzeichnet das jetzt klingen mag – wie gesagt, ich glaube, man kann das nur so richtig verstehen, wenn man Teil genau dieser meinigen Generation ist und Harry Potter genau so „durchlebt“ hat wie meine engsten Freunde und ich – und eben kein Muggle ist. 😉 Da bleibt mir nur zu sagen…
Hogwarts will always be there to welcome you home.

Advertisements

20 Gedanken zu „Blogevent: Kinderbücher!

  1. pimalrquadrat

    Schöne Erinnerungen! 🙂
    Irgendwo spukt etwas mit fünf Freunden bei mir im Hinterkopf, aber ich hab keine Ahnung, warum, wieso, weshalb. XD

    Deine Harry Potter-Erinnerungen kommen mir seltsam bekannt vor. :mrgreen:
    Ich hab die damals bis Band 4 verschlungen, nachdem ich die ersten zwei als Weihnachtsgeschenk bekam (ein „Blindkauf“ meiner Mutter, zu meinem Glück, wie ich finde 🙂 ), in dem Jahr, bevor der vierte Band erschien. Und später hab ich nicht auf die Übersetzung des 5. warten wollen, also auf Englisch gelesen, so wie du. 🙂

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Thaha, bestimmt hast du mal mein glorreiches Manuskript zu fassen bekommen und warst sooo beeindruckt davon… äh, nein, vermutlich doch nicht. :mrgreen:

      Absolutes Glück! Diese Muggles („Eltern“) haben ja damals gar keine Ahnung gehabt, wie bedeutungsträchtig das alles sein/werden würde! :mrgreen:
      Haha, fein! Ich glaube, ein bisschen hat HP da auch seinen Anteil dran gehabt, dass mein Englisch stilistisch schon recht früh recht gut ausgeprägt war – lesen hilft einfach so ungemein viel, gerade in der „Lernphase“ … und bei einem anderen Buch hätte ich vielleicht nicht den Biss dazu gehabt, mich da so früh durchzuhangeln, denn so selbstverständlich wie heute habe ich das damals ja nun wirklich nicht lesen können. 🙂 Haaaach… ❤

      Letztes Jahr habe ich übrigens an Silvester mit der besten Freundin aus dem Beitrag und 2 weiteren einen Harry Potter Filmemarathon gemacht, wir kamen von Film 3-6 🙂 (1+2 haben wir uns vorher schon mal zum Aufwärmen reingezogen, isjaklaaa). Ich sag nur: "Sometimes, all you need is a Harry Potter marathon!" :mrgreen:

      Antwort
      1. pimalrquadrat

        Öhm, hast du es vor gefühlten 25 Jahren geschrieben? Dann könnt es schon sein. 😛

        Ach, ich bin meiner Mutter eh dankbar, ohne sie hätte ich niemals den Hobbit gelesen – und vermutlich auch nie den Herrn der Ringe…. Und alles wäre anders gekommen.
        Ouh ja, Stilnoten, da konnte ich im Unterricht im letzten Jahr immer punkten, auch wenn ich HP erst auf Englisch gelesen hab, nachdem ich das abgewählt hatte. Viel geht über das Französische. :mrgreen:

        Mit den Filmen bin ich nie wirklich warm geworden, während ich die Bücher unzählige Male gelesen hab. Aber ich bekomm noch immer jedes Mal einen Anfall von Tobsucht, wenn in der Kammer des Schreckens Riddle zu seinem Basilisken parselt, er solle den kleinen Harry doch bittedankeschön „hören“ !!! 😡
        Ja, Fantasy, suspension of disbelief etc., aber warum so ein Schnitzer, wenn es meiner Erinnerung nach im Buch richtig stand, nämlich riechen?
        Ich merk grad, dass das zusammen mit Panem ein sehr eigenenes Bild auf micht wirft. 😳

      2. tinatainmentia Autor

        Mh, ja, Herr der Ringe und Hobbit, da streiten sich die Geister, näch? Ich muss gestehen, beides nicht gelesen zu haben, aber ich gehöre zu der kleinen Fraktion, die den Filmen (zumindest HdR, Hobbit geht noch) nichts abgewinnen kann. Ich meine das nicht böse – aber ich habe bei HdR wirklich sieben (7!!!) Anläufe gebraucht, um die Filme mal ganz zu gucken, weil ich vorher vor Langeweile einfach immer eingeschlafen bin. 😳 Mein Ex-Freund konnte das irgendwie so gar nicht akzeptieren und so musste ich mal durch sämtliche Extended Versions (!!!) durch. Seitdem ein absolut rotes Tuch für mich. 😀 Den Hobbit finde ich – zumindest in der Verfilmung – jedenfalls interessanter/spannender… allerdings muss ich sagen, dass ich es durchaus seltsam finde, dass man aus so einem kurzen Büchlein 3 fette Filme machen muss, aber gut. 😀
        Ich beneide dich darum, mit 2 Sprachen groß geworden zu sein. 🙂 Meinen Neffen geht das auch so, übrigens auch Deutsch und Französisch, und ich werde jedes Mal grün vor Neid, wenn sie so problemlos trotz ihrer jungen Jahre zwischen den Sprachen switchen. 😉

        Hachja, Filmfehler gibt es eben immer mal… Aber ich finde die Filme eigentlich verhältnismäßig gut umgesetzt (das ist ja nicht immer der Fall bei Buchverfilmungen). Außerdem habe ich ja einen Narren an Emma Watson gefressen, ich weiß nicht, wieso… Ich fand immer, sie hat Hermi(o)ne ganz zauberhaft (hihi) verkörpert.

  2. seestern12

    Ich habe „die 5 Freunde“ Bücher verschlungen. Meine Mutter hat sie mir damals im Buch Club besorgt. Als die Filme ins Kino kamen, war ich doch sehr enttäuscht, denn ich fand sie grottenschlecht. „Hanni und Nanni“ habe ich ebenfalls gelesen, allerdings gefiel mir „Dolly“ um Längen besser. Schade, dass dieses Art von Büchern heute nicht mehr gelesen werden. Meine Tochter interessieren diese Bücher überhaupt nicht mehr. Mit ihren 12 Jahren gehört sie eher zur „Tribute von Panem“ Generation.
    Dem Hype um Harry Potter habe ich mich lange entzogen, doch irgendwann, kurz vor Band 5, hat mich der Virus auch erwischt und ich stand pünktlich vor dem Buchladen, um mir mein Buch abzuholen.
    Ich bin mal gespannt, was mein drittes Kind in ein paar Jahren lesen wird!

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Die Filme zu den Enid Blyton Büchern habe ich mir alle nie angesehen. 🙂 „Dolly“ habe ich auch gelesen, fand die anderen beiden Reihen aber irgendwie schöner. 😉
      Schade, dass deine Tochter diese Bücher nicht mehr lesen möchte! Irgendwie seltsam, dass das heute so ist, denn die Bücher haben sich ja wirklich über einige Generationen gehalten… Ich glaube, die stammen ursprünglich ja aus den 50ern oder so.

      Hach, Hunger Games, ja, die habe ich auch alle gelesen (natürlich nicht als Kind 😉 ) und die finde ich im Original auch wirklich gut. Ich habe die aber eben als Erwachsene gelesen und fand sie stellenweise auch recht brutal – ich finde es irgendwie seltsam, dass die als Kinder-/Jugendbücher gehändelt werden, um ehrlich zu sein. Mit Kindheit und Unbeschwertheit hat das ja nun auch so gar nichts zu tun.

      Na, du bist halt auch ein Muggle ;)! Also, soll heißen, vermutlich eben einfach nicht der Generation angehörig, weshalb du den „Hype“ wohl nicht so nachvollziehen konntest – das geht meinen älteren Schwestern ja genau so. „Ist toll, aber jetzt auch nicht SOOO weltbewegend.“ Tjaaa. Aber schön, dass es dich doch noch gepackt hat! 🙂
      Ich erinnere mich übrigens sogar noch an „Mitternachtslieferungen“, die es bei Band 6 und 7 gab, als sie auf Englisch erschienen… 🙂

      Ohja, das wird spannend. Die Hauptsache ist ja, wenn die Kinder heutzutage ÜBERHAUPT noch lesen… Das ist ja schon zur Seltenheit geworden. Leider.

      Antwort
  3. stefanini

    Ich habe vor kurzem meine Leser auch mal in diese Richtung befragt und mich dabei über Enid Blyton informiert, weil ich vor allem großer „Dolly“-Fan war. Es hat mich dann aber doch erschreckt, dass sie nur die ersten sechs Bände geschrieben hat und die meisten anderen Bände (ich glaube auch bei „Hanni und Nanni“) von deutschen AutorInnen (v.a. Tina Caspari, was aber auch wieder nur ein Pseudonym ist) verfasst wurden …

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Ja, das ist irgendwie ’ne komische Geschichte, da hast du recht. Ich könnte jetzt gar nicht sagen, ob ich die „Originalbände“ gelesen habe oder die der anderen Autoren… Aber das hat mich als Kind auch nicht sonderlich interessiert. 😉

      Antwort
  4. pimalrquadrat

    Boah, du hast die echt nicht gelesen? Schande über dich! 😉
    Mal versucht, oder nach den erste 30-100 Seiten aufgegeben? Das ist beim HdR die magische Grenze, an der man das Auenland und Hobbitereien hinter sich lässt.
    Aber klar, Geschmäcker sind verschieden, und wenn es einfach nicht deinen Geschmack trifft, macht es wirklich keinen Sinn, dich auch noch dazu zu zwingen. 😯

    Hach, alle drei extended Editions am Stück schauen, das hab ich mir früher immer vorgenommen, aber nie umgesetzt. Über zehn Stunden, das halten weder mein Sitzfleisch noch meine Blase aus. XD

    Das mit dem Hobbit geht mir tierisch auf den …, naja. Zwei Filme, die sich gescheit an die Vorlage halten, sehr gerne. Und erst recht, wenn sie die Lieder ausm Buch so gut umsetzen wie „Far over the Misty Mountains cold“. Aber drei Filme, bei denen Legolas und Radagasts Rennhasen so viel Zeit bekommen, und Beorn, Beorn! keine. Die Ankunft dort hätte man so toll nutzen können, um die Handlung des ersten Films wieder ins Gedächtnis zu rufen, weil Gandalf Beorn ihre bisherige Reise erzählt und reihum die Zwerge auftauchen und mit Namen vorgestellt werden, aber nein.

    Ja, Zweisprachigkeit ist was Feines, nicht nur, weil ich in der Schule ein Fach mit Topnoten, aber ohne Aufwand hatte. Es eröffnet auch gleich eine ganze Welt an Kultur, Film, Fernsehen, Literatur. Das kann der Schulunterricht zwar auch, aber die, die nach der Schule noch Französisch gerade zum Vergnügen, benutzen, sind wohl doch die Ausnahme.

    Jaklar, Filmfehler passieren. Und da gibts etliche, die wirklich doof sind, z.B. in Jurassic Park der Graben beim T-rex-Gehege, der tief genug ist, dass das Auto 20 Meter fallen kann, aber dann wieder so flach, dass der Rex da drüberweg spazieren kann.
    Hermine ist klasse, da stimm ich dir zu. Gut gefallen hat mir auch Loony, und Neville find ich auch überzeugend gespielt.

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Nee, ich habe es tatsächlich nie gelesen. Ich habe es mir für irgendwann mal vorgenommen – im Moment aber ohnehin keine Zeit und Muse dafür, und ja, ich muss gestehen, diese traumatisierende Extended Versions-Erfahrung hat mich ganz schön abgeschreckt. :mrgreen: Neuseeland ist ja schön und alles, aber aber… *gähn* 😉

      Na, aber, da muss ich dich jetzt mal doof fragen: Wieso hast du denn auch Französisch in der Schule gehabt? Also klar, es sind für dich in dem Fall „geschenkte Noten“ gewesen und das macht’s natürlich easy. Aber i.d.R. darf man ja wählen, bei uns in den meisten Fällen zwischen Franz & Latein, manchmal aber auch noch mit Spanisch… Und, das ist jetzt natürlich schwierig, ob man da als Kind die Weitsicht schon zu hat – und den Ehrgeiz, denn die geschenkten Noten sind mit Sicherheit sehr verlockend! – aber wäre es da nicht klüger gewesen, Latein (oder eine andere Option, falls vorhanden) zu wählen, wenn du doch Französisch schon konntest? 😉
      Also, ich kann da halt eben nur für mich sprechen, ich wollte schon als Kind gerne beides lernen. Latein, weil mir das echt gut vermittelt wurde von meiner Lehrerin, die damals bei dem Entscheidungsabend ihr Plädoyer für das Fach gehalten hat, so als Grundbaustein/Fundament für einige weitere Sprachen, dann generell das Dingen namens „Latinum“ zu haben, das einem den Weg zu vielen Studiengängen öffnet… Und auf der anderen Seite eine moderne Fremdsprache, und Fremdsprachen sind ja so mein Ding. Letzten Endes habe ich damals Latein gewählt, die Schwester war schuld – ihres Zeichens Französischlehrerin, hat sie natürlich damals Franz als 2. Fremdsprache gehabt und mühsam und auf ganz schreckliche Weise das Latinum an der Uni in einem Crashkurs nachmachen müssen – sie meinte, über die Schule sei das der leichtere Weg (Latein zu wählen) und Französisch könne ich ja durch sie und ihren Kerl immer noch lernen. Nujoar. Wäre da mal die Zeit zu… Ich habe mich dann in der Oberstufe mal ein Jahr lang in einen Franz-Crashkurs reingeschmuggelt, der eigentlich nur für Realschulabsolventen gedacht war :mrgreen: und hier und da ein bisschen mit den Neffen mitgelernt, aber über A1 gehen meine Fähigkeiten wohl nicht raus. 😉 Wobei ich sagen muss, dass ich geschrieben sogar recht viel verstehe – da auch in den Hausaufgabenstunden immerhin helfen kann, wenn sie die Aufgabenstellung mal wieder nicht verstehen – aber aktiver Wortschatz/sprechen ist ganz schwierig. (In Italienisch war ich dafür mal immerhin A2, aber das ist schon wieder so verblasst… *seufz*)
      Lange Rede kurzer Sinn – ich hätte so eine Bilingualität als super Chance gesehen, einfach noch mehr (Sprachen) lernen zu können und hätte mich an deiner Stelle wohl nicht für Französisch als Schulfach entschieden. 😉 Ich bin gespannt, wie diese Entscheidung in ein paar Jahren bei den Neffen aussehen wird.

      Antwort
      1. pimalrquadrat

        Ja, im Studium ist das Pensum eh recht hoch, und die richtig freie Zeit verbringst du sicherlieber damit erst mal die Bücher zu lesen, die dich wirklich interessieren.
        Oh, Neuseeland ist eines meiner drei großen Reiseziele, für irgendwann dann, wenn der Geldbeutel das hergibt.

        Was Franz betrifft: ich erinner mich nicht mehr an die Wahlmöglichkeiten, außer eben in bzw. für 7 zwischen Franz und Latein. Wie es danach weitergegangen wäre, ob die 3. Fremdsprache verpflichtend gewesen wäre, das weiß ich heute nicht mehr. Außerdem wäre, das weiß ich nämlich noch, an meiner alten Schule bzw. zu meiner Zeit, als dritte Fremdsprache eh nur Französisch gegangen, Spanisch und Russich kamen erst einige Jahre nach mir als Möglichkeiten dazu. Und deshalb war Franz als 2. Fremdsprache die einzige Wahl, mein Interesse für eine tote Sprache war damals nicht wirklich hoch. 🙂
        Und in 11 hab ich mich dann ganz bewusst dazu entschieden, Englisch abzuwählen, obwohl es mich doch gefuchst hat, da nicht wenigstens ein Mal eine 1 im Zeugnis stehen gehabt zu haben. Aber Franz bot halt eine sehr bequeme Art, 15 Punkte zu sichern, und hey, mit Physik und Chemie als vierstündige Kurse konnte ich den Vorteil im Vorfeld gut gebrauchen. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass es mit Englisch genauso gut gelaufen wäre.

        Klar, für viele Studiengänge braucht man das Latinum, und da hat man halt den Vorteil, diese Arbeit in die Schulzeit zu verlegen und sich im Studium das ein oder andere graue Haar zu sparen, aber ich denke die wenigsten werden so weit vorausdenken.

        Du hast eine Franzlehrerin in der Familie?! Wie cool ist das denn! 😀
        Solltest du aber schon nutzen, um dein Franz aufzufrischen. Oder einfach mal Urlaub auf der anderen Seite der Grenznze machen. 😉
        Ich find die Klassifiziereungen etwas gewöhnungsbedürftig, ich hab im Studium etliche Sekundärliteratur auf Englisch benutzt, ich les es problemlos, aber das Sprechen bzw. listening comprehension fällt mir z.T. sehr schwer, wenn mein Gegenüber mit Akzent spricht. Die arme, indische Frau, bei der ich in London Briefmarken gekauft hab, ich musste sie dreimal fragen, ob sie wiederholen könnte. XD

      2. tinatainmentia Autor

        😀 Hachja… ich meine ja, ist fraglich, ob man als Kind schon die Weitsicht hat. Mich hat das Gelaber von der damaligen Lehrerin + Schwester eben dahingehend beeinflusst, dass ich gedacht habe, Latein wäre auf lange Sicht gesehen die „sinnvollere“ Entscheidung – auch wenn ich es bis heute bereue, nie RICHTIG Französisch gelernt zu haben und mir immer mal vornehme, eines Tages einen Volkshochschulkurs zu belegen, wenn die Zeit es hergibt… Wobei ich gleichzeitig die Wahl FÜR Latein NICHT bereue, denn auch das hat mir schon oft weitergeholfen – wenn auch eher indirekt. Ich konnte sozusagen weder eine falsche noch eine richtige Wahl treffen. :mrgreen:
        Jaa, die Schwester, die ist Franzlehrerin. Und der Schwager Franzose. :mrgreen: Also urlaubstechnisch war ich da schon viel unterwegs, aber mit dem Lernen ist es so die Sache… Die Schwester kann ich mir nicht als Lehrerin zulegen, das ist nicht drin :mrgreen: Typischer Ungeduldigkeitseffekt innerhalb der eigenen Familie. An sich eine sehr gute Lehrerin, aber nicht, wenn es darum geht, den Schwestern oder den Eltern was beizubringen… :mrgreen: Sie hat’s auch mal bei unserem Vater versucht, der seinerzeit (irgendwie echt witzig aus dem jetzigen Kontext gesehen) wegen Französisch die 9. Klasse wiederholen durfte. 😆 Aber das Phänomen scheint wohl verbreitet zu sein, ich kenne viele Lehrer, die die Geduld in Person sind, aber nicht bei der eigenen Familie… Die Schwester hat schon gesagt, wenn die Neffen mal Probleme mit englischer Grammatik haben, muss ich das machen, das wird von ihrer Seite aus pädagogisch nicht sonderlich wertvoll. :mrgreen:
        Mal sehen, was die nächsten Jahre bringen. Aktuell habe ich (leider) Wichtigeres/Dringlicheres auf der Agenda stehen, als einen Fremdsprachenwunsch zu erfüllen… :/

  5. pimalrquadrat

    Ach, Franz ist die schönste Sprache der Welt! 🙂
    Vielleicht ergibt sich ja noch mal die Gelegenheit, z.B. wenn du an einer deutschen Schule im französischsprachigen Ausland unterkommst, wer weiß? Muss ja nicht jetzt mitten im Studiumsstress ein.

    Ah, eine durch und durch europäische „Kooperation“, die deine Schwester und dein Schwager da eingegangen sind. 😀
    So war es bei meinen Eltern auch, nur mit umgekehrten Geschlechtern.

    Ja, das Lehren innerhalb der Familie bekommt schnell einen angespannten Unterton bzw. wird zur Belastung, das erzählen auch viele Eltern, die versuchen (mal mehr, mal weniger erfolgreich XD ), mit ihren Kindern Mathe zu machen. Potenziell unangenehme Arbeiten besser auslagern, das ist sehr hilfreich zur Wahrung des Famlienfriedens. XD

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Frz.-sprachiges Ausland, ohne Französisch zu können? Nä, also, da würde ich mich ja gar nicht erst bewerben. :mrgreen: Über englischsprachiges Ausland ließe sich reden… 😉

      Haha, ja, genau! 😉

      Antwort
  6. Pingback: Schon wieder ein Stöckchen… | tinatainmentia

Gib deinen Senf dazu!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s