Wenn ich sage, dass ich Lehramt studiere…

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(bei Klick auf’s Bild wird’s auch größer – ist kleiner geraten, als ich eigentlich wollte, Pardon…)

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8 Gedanken zu „Wenn ich sage, dass ich Lehramt studiere…

  1. kattheamericangirl

    Das mit den Ferien ist ja leider ein bekannter Spruch. Aber das herziehen über die Abinote ist mir noch gar nicht so bewusste gewesen. Also wirklich … . Bei meiner Schwester ist das nicht so schlimm. Denn sobald Sie erwähnt, das sie ganz speziell schwer erziehbare Schüler unterrichtet, werden alle immer ganz schnell still. Trotzdem nicht fair.

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    1. tinatainmentia Autor

      Doch, leider. Das Vorurteil, dass nur diejenigen Lehramt studieren, denen „halt nichts Besseres eingefallen ist“ und deren Abinote halt auch nicht für die einzig wahren Studiengänge (Medizin, Jura (eine Farce: ist an vielen Unis NC-frei!), BWL, Maschinenbau oder so) gereicht hätte, hält sich leider wirklich hartnäckig. Umso schockierter sind die Leute dann, wenn man eigentlich durchaus das Abi für die „Prestige-Studiengänge“ vorzuweisen gehabt hätte, und dann folgt daraus: „Waaaas? Und DA studierst du Lehramt? Was für eine Verschwendung, ey!“ … Als wäre es wünschenswert, dass nur Leute, die selbst verhältnismäßig schlechtere Schüler gewesen sind, Lehrer werden… So ein Quatsch! Und sehr traurig.
      Was übrigens nicht heißen soll, dass es die „mir ist nichts Besseres eingefallen“-Leute nicht auch gibt. Mir ist das ein oder andere Exemplar davon auch schon in meinem Studiengang über den Weg gelaufen – aber 1.) ist das die deutliche Minderheit und 2.) sind das in der Regel auch die schlechten/schlechteren Studenten, die mit ihrem Examen in einer Zeit des Stellenmangels, in der es nun mal auch auf die Noten ankommt, am Ende ohnehin nicht besonders weit kämen – so sie es denn überhaupt bis zum Examen schaffen/dabei bleiben.

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    1. tinatainmentia Autor

      Ja, habe ich alle gelesen. 😉 Finde ich aber prinzipiell nicht so schlimm, das ist doch „netter Smalltalk“, eine Standardfrage, die man jeden fragt, der eine Ausbildung/ein Studium absolviert (oder einen Beruf ausübt), oder? Ist mir jedenfalls lieber als das ganze Bashing bzgl. „3 Monate Urlaub“ und/oder „bist wohl zu blöd/schlecht für was ‚Besseres‘ gewesen“. 😉

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    1. tinatainmentia Autor

      Kenne ich und kann ich zu 100% nachvollziehen. Ich reagiere da aber inzwischen einfach gar nicht mehr drauf… Man wird ja ohnehin nur belächelt, wenn man versucht, die Sache klarzustellen.

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  2. Myriade

    Ach, die wissen ja gar nicht, was sie versäumen ! Schließlich ist Lehrer-in der schönste Beruf der Welt, oder? Ich antworte auf diese blöden Fragen und Unterstellungen nur noch „Und warum warst du so dumm und bist nicht Lehrer-in geworden ?? Hä ??“

    Aber abgesehen von persönlichen Befindlichkeiten ist es schon ein sehr bedauerlicher und sehr destruktiver Trend, dass alles was mit Bildung und Erziehung zu tun hat, immer weniger Stellenwert hat und somit tatsächlich die einen oder anderen abschreckt. Wäre interessant zu wissen, ob das überall so ist, in welchen Ländern nicht und warum.

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    1. tinatainmentia Autor

      🙂 ja, die Schwester antwortet auch immer mit: „Augen auf bei der Berufswahl!“ :mrgreen:

      Ja, apropos „ob das überall so ist“, dazu wollte ich dich eigentlich auch befragen 😀 Ist der „Trend“ in Österreich also auch so stark? Bei uns ist das ja nichts Neues, Lehrer genießen in Deutschland einfach kein sonderlich hohes Ansehen, und das geht jetzt wohl schon ein paar Jahrzehnte so. Nicht gerade hilfreich in diesen Belangen ist eben auch der Beamtenstatus, der gut und gerne belächelt wird von Nicht-Beamten (mal abgesehen davon, dass auch nicht jeder Lehrer in Deutschland automatisch Beamter ist, aber die Gesellschaft schert sich nicht um solche feinen Unterschiede). *seufz* Ich wollte wirklich quasi schon immer Lehrerin werden und ich sehe das auch als einen extrem wichtigen und schönen, wenn auch nicht selten nervenaufreibenden Beruf an, aber es ist schon ein bisschen anstrengend, immer gegen die ganzen Klischees „kämpfen“ zu müssen. Ich brauche gar kein mega hohes gesellschaftliches Ansehen, wirklich nicht, aber es wäre schön, wenn die Leute einen einfach in Ruhe lassen würden und nicht jeder meinte, er müsse da jetzt noch seinen persönlichen Phrasendrescherei-Senf dazugeben…

      (Übrigens ist der Beruf in den Vorzeigeländern (den Skandinavischen natürlich) total angesehen und mit nahezu genau so viel Prestige gesegnet wie Ärzte, las ich mal in irgendeiner Studie (sehr fundiert, ich weiß 😀 ). Ich glaube schon, dass das mit ein Faktor sein könnte, warum es da besser läuft – aber abgesehen davon stehen natürlich ganz andere Riesenfaktoren im Raum (Ausgaben für die Bildungspolitik, Klassengrößen etc.), wodurch sich jetzt beispielsweise Finnland und Deutschland in Sachen Bildungssektor nicht wirklich vergleichen lassen, was dennoch ständig getan wird. An der Uni kann ich die Lobesgesänge jedenfalls kaum noch hören, dabei sieht doch jeder Depp auf einen Blick, dass die Umstände völlig andere sind.)

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