Stressige Zeiten

So, ich melde mich dann auch mal wieder aus der Versenkung. 

In letzter Zeit hatte ich kaum bis gar keine Zeit, mich in der Bloggersphäre oder im Internet allgemein rumzutreiben, weshalb ich heute erst mal vorneweg zwei Stunden gebraucht habe, um mich bei den Lieblingsblogs wieder up to date zu bringen. (Schön, dass ihr [trotz Ferien] so viel gebloggt habt! Das tat mal wieder richtig gut, Lesestoff zu haben!)

Das liegt daran, dass ich die letzten Wochen (und noch eine Woche to go) Vollzeit gearbeitet habe, nebenher meine Hausarbeiten geschrieben habe, mich über die Uni ärgern musste, Lieblingskommilitonen in ihr Auslandssemester verabschiedet habe, Geburtstage gefeiert habe (keine eigenen ;)), irgendwann dazwischen dann noch Zeit mit Familie bzw. Kerl verbracht habe etc. So langsam wäre dann auch mal wieder gut – aber nee, noch eine Woche arbeiten und dann geht’s direkt wieder ab ins frische Semester. So viel zum Thema „Semesterferien“ und Freizeit ohne Ende. Hauptstudium, here I come!

Der absolute Lieblingswitz: Die Veranstaltungsanmeldung für das kommende Semester beginnt um Mitternacht. Also, morgen (fast heute). Was dieser Unsinn soll, weiß kein Mensch. Aaaangeblich spielt der Zeitpunkt der Anmeldung ja auch gaaaar keine Rolle, aber komischerweise bekommen dann trotzdem immer die Leute, die nachts aufgeblieben sind, die Wunschkurse und die anderen, öh, halt nicht. Gut, dass ich wieder um 6 Uhr aufstehen muss und mein Körper wenig Schlaf irgendwie nicht so easy wegsteckt wie andere Menschen in meinem Alter (nonstop ernte ich Nasengerümpfe und „Also, in DEINEM Alter, da habe ich noch 3 Nächte durchgefeiert!“-Kommentare hierfür, aber das macht nichts. Mein mentales Alter ist laut dämlichem Internettest ja sowieso viel höher und mein Körper passt sich einfach an! 😀 So.).

Nichtsdestotrotz habe ich in den letzten Wochen ein paar Dinge dazugelernt:

1.) Ich bin heilfroh, keinen reinen Bürojob zu erlernen. Das wäre echt nichts für mich gewesen. Lediglich als Mittel zum Zweck (Geld verdienen) und um mal was anderes zu sehen vielleicht ganz nett, aber definitiv keine Alternative (und schon gar nicht aus Überzeugung) für mich. [Jedem das Seine – ich spreche hier ja nur für mich. ;)]

2.) Ich brauche später mal ganz spießig ein eigenes Arbeitszimmer. Dass ich ein chaotischer Mensch bin (immerhin durchblicke ich mein eigenes Chaos ;)), wusste ich schon vorher, aber ich brauche unbedingt einen abgegrenzten Arbeitsplatz zum Wohnbereich. Das Gute am Bürojob ist, dass man dort einfach die Tür zumachen kann. Und das Ätzende an meiner Situation ist, dass mir dadurch erst richtig bewusst geworden ist, wie sehr es mich stört, wenn ich zuhause was für die Uni/Schule gemacht habe und dann selbst von der Couch aus den Schreibtisch ständig im Blick habe. Mit Abschalten ist da irgendwie nicht so.

3.) Man muss es nicht immer allen Menschen recht machen. Weder auf der Arbeit noch im Privatleben. Ok, das ist jetzt nicht so die Weisheit, die noch kein Mensch vor mir entdeckt hat, sondern eine dämliche Phrase, aber in den letzten Wochen gab es immer mal wieder Situationen, in denen mir das besonders deutlich vor Augen geführt worden ist. Und irgendwie habe ich es geschafft, dem ganzen gelassener zu begegnen als vielleicht noch vor 6 Monaten.

4.) Ich brauche wirklich, wirklich viel Schlaf! Und morgen falle ich voll uncool für einen Freitagabend um 20-21 Uhr ins Bett, weil ich heute ja so lange aufbleiben muss *gähn*. 

5.) Zeitmanagement ist (fast) alles.

6.) Ich freue mich – trotz Befürchtungen zwecks bevorstehender Einsamkeit in den Seminaren – auf die Uni und auf’s Hauptstudium, auch wenn es total anstrengend werden wird, 1,5 Semester in einem zu absolvieren. 

7.) Ich vermisse meine Chaoten aus der 5., 6. und 7. 6., 7., und 8. Klasse! Und obwohl ich mich so oft total überfordert gefühlt habe und dachte, ich sei im Irrenhaus gelandet, fehlt mir das jetzt so sehr, dass ich mich schon total auf das neue Schuljahr freue. Ich muss verrückt sein. 

8.) Es ist immer noch nicht Mitternacht und ich schlafe gleich ein. Verdammt.

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13 Gedanken zu „Stressige Zeiten

  1. ninaxy3

    jaja dieses Internet…eine komische Erfindung 😀 😀
    Was hat dich denn an der Uni geärgert? Oder meintest du das mit der Veranstaltungsanmeldung? 😉 Also das mit der Anmeldung ist wirklich ein Witz, derjenige der sich das ausgedacht hat, hatte an dem Abend auch einen Hugo zu viel intus 😀
    Ich glaube so ein Bürojob wär auch nichts für mich ^^ Totaaal schnarschisch 😛 Da hat man doch quasi keine Abwechslung oder?
    Hast ja ganz schön viel hinter dich gebracht in letzter Zeit 😮 Respekt! 😀 (man beachte das imaginäre gerollte „R“) ^^

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Ach, ja, das auch. Die Veranstaltungsanmeldung an sich war schon immer scheiße, aber jetzt haben die auch noch DAS PORTAL GEWECHSELT. Kein Mensch versteht, wieso wir eine neue Domain, ein neues Design und eine neue Art von Portal brauchen. Es läuft auch einiges schief, das Vorlesungsverzeichnis kam Wochen verspätet… never change a running system. Aber das ist nicht alles. Meine Zwischenprüfung ist quasi verzögert, weil mein alkoholkranker Dozent seit 10 Wochen verschollen ist und nicht mit den Noten/Klausuren auftaucht. Er hat nun den Lehrauftrag an der Uni entzogen bekommen, wir haben Angst, dass er die Noten gar nicht mehr anschleppt und telefonieren circa täglich mit dem Lehrstuhl *naaarf* Naja, ok. Das nur am Rande. xD Dann habe ich mich – da könnt ihr Schülerlein super mitschwätzen 😉 – über die Subjektivität von Beurteilungen der Mitarbeit aufgeregt, bzw. allgemein über die Bewertung der Hausarbeit, über die ich den Prokrastinationsbeitrag geschrieben habe. Nun denn. Ich habe mich inzwischen wieder beruhigt :mrgreen: (Aber wenn die Zwischenprüfungsbescheinigung nicht bald kommt, nur weil da dieser eine dämliche Alki-Kurs fehlt, im- und explodiere ich!)

      Ein bisschen Abwechslung gibt es, aber nicht viel. *seufz* Und manchmal gibt es so wenig zu tun, dass man schon froh ist, wenn man irgendwem was faxen oder kopieren kann. xD (Und ich meine jetzt nicht nur für mich als Aushilfskraft gibt es so wenig zu tun, sondern für die Angestellten auch – wenn grade mal alles gut läuft, das Telefon nicht rappelt etc.).

      :mrgreen: Danke für die Blumen, aber muss ja, nä. 😉

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      1. ninaxy3

        Oh Mann…ich glaube da würde ich ja irgendwann die Wände hochgehen 😀
        Wie oft ich schon von Leuten gehört habe, die früher nach Hause gekommen sind, weil einfach nichts zu tun war…näää danke 😀 Da hab ich lieber etwas mehr zu tun und dafür keine Langeweile 😉

      2. tinatainmentia Autor

        Es ist ätzend, die Zeit vergeht einfach überhaupt nicht, wenn man nichts zu tun hat. Ich weiß nicht, wie sich Leute darüber freuen können, ehrlich gesagt :mrgreen: (Es gibt nämlich sooo viele, die, wenn man darüber stöhnt, sagen: ‚Für’s Nichtstun bezahlt werden! Ist doch geil! Traumjob!‘). Ich finde, das ist die Hölle und bin dankbar um jeden winzigen Handgriff, den ich machen kann. Montag/Dienstag hatte ich z.B. mal wirklich richtig was zu tun, die 16 Stunden vergingen wie im Flug. Das war nice. 😉

  2. teacheridoo

    Ach schau, die Tinalise taucht in etwa zur selben Zeit wie ich aus der Versenkung auf. 🙂 Hatte noch viel an Dich gedacht die letzten Tage, weil ich Deine letzte Mail immer noch nicht beantwortet habe.

    zu 1) Ach, Bürojobs haben auch ihre Vorteile, je nach Art der Arbeit. Geregelte Arbeitszeiten; Wochenende ist Wochenende und Urlaub ist Urlaub; man kann sich auch während der Arbeit mal zurücklehnen und mehr auf persönliche Befindlichkeiten Rücksicht nehmen. (Betrifft natürlich nicht jeden Bürojob.)
    zu 2) Dito. Für mich wäre auch der Blick vom SChreibtisch zur Couch nichts. Schlimm genug, dass am Arbeitsinstrument (PC) schon ständig all diese Onlineversuchungen lauern.

    Der Beginn der Anmeldephase ist ja wirklich seltsam gelegt. Wobei der bei uns tatsächlich keinen Unterschied macht. Ich habe nicht selten auf den letzten Drücker meine Planungen aus Gründen umgeschmissen (wenn in anderen Fächern schon klar war, welche Kurse ich bekommen hatte) und habe in den meisten Fällen meine Wunschseminare erhalten.

    Was das Schlafbedürfnis angeht: Ich habe festgestellt, dass ich mit 6 Stunden Schlaf von 3:00 bis 9:00 besser auskomme, als mit den üblichen 7 Stunden von 23:00 bis 6:00. (Ich bin leider eine sogenannte „Eule“.)

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Duuuuu verrücktes Huhn! :mrgreen: Oder Eule! Ich bin ja auch ein Nachtmensch, habe da auch meine kreativen Phasen bzgl. Hausarbeitenschreiben usw., das ist alles supidupi. Aber frühes Aufstehen ist etwas, das ich auf den Tod nicht ausstehen kann *seufz* Und dann bin ich einfach fertig und muss zwischen 10 und 11 ins Bett *umkipp* Höchststrafe! Das wird noch was geben im Beruf. 😉 Ich werde mich einfach immer um den Nachmittagsunterricht prügeln und wünsche mir dafür mal morgens 1./2. frei :mrgreen: Mir ging das als Schülerin schon so. Alle wollten früh nach Hause, dabei hat mir 9./10. Stunde gar nichts ausgemacht. Ich habe mich über morgendliche Freistunden 100.000x mehr gefreut. Schlaaaafen! ❤

      Zu den Bürojobs: Ja, das stimmt. Es ist so ungewohnt, um 16 Uhr rauszugehen und einfach fertig zu sein für den Tag, ohne daheim noch was machen zu müssen und so (also für den Job – ich muss ja noch Hausarbeiten schreiben für die Uni 😀 ). Aber hach *seufz* das nutzt alles nichts, wenn die Arbeit einen nicht vernünftig auslastet, finde ich.

      P.S.: Ja, das mit der Mail ist mir aufgefallen 😛 aber mach dir keinen Stress, davon haben wir ja schon genug. 😉

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  3. Myriade

    Deine verschiedenen Punkte kombinierend, komme ich zu dem Schluß, dass man es mit seinem Zeitmanagement nicht allen Recht machen muss. Genauso ist es !! 😀 Und was bitte ist an einem Arbeitszimmer spießig ? Es geht ja nicht so sehr darum, dass man da drinnen arbeitet, obwohl ein großer Bildschirm, der auf einem Tisch steht, im Vergleich zu einem Laptop schon super ist, aber eigentlich braucht man doch ein Arbeitszimmer zum Stappeln von Arbeitsutensilien jeder Art von Buch bis Ball und vielem dazwischen.
    Freut mich, dass du wieder da bist ❤

    Antwort
    1. tinatainmentia Autor

      Hihi, problematisch wird’s, wenn man es nicht mehr schafft, sich selbst alles Recht zu machen – zum Beispiel, dass ich mega stark Sport vernachlässigt habe aus Zeitmangel, und mir jetzt stattdessen schon wieder eine Pizza reinschiebe, weil ich noch an einer Hausarbeit sitze. 😀 Naaa toll! Ich könnte aber auch mal wieder bloggen, mache ich gleich vielleicht.

      @ Arbeitszimmer: Aaach, du weißt gar nicht, als wie spießig das viele Menschen in meiner Umgebung betrachten. Aber das sind überwiegend auch Leute, die keine Verwendung für eines haben, weil sie eben z.B. einen Bürojob haben, bei dem sich das Arbeitszimmer eben im Büro befindet und nicht zuhause. 😉 Ich habe derzeit ja keines, denn ich bin ja arme Studentin am finanziellen Abgrund :mrgreen: *theatralische Musik bitte an dieser Stelle denken*, ja ne, also ganz so schlimm ist’s nicht, aber eine große Wohnung ist natürlich nicht drin. 😉 Es stört mich, dass überall Unisachen rumfliegen und ich das einfach nicht ausblenden kann. Aber ich bin ein zu unordentlicher Mensch, als ich es durchhalten würde, jedes mal anständig alles wegzuräumen. :mrgreen:

      Dankeschön! 🙂 ❤

      Antwort

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